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Desi

Der EDV-Dompteur im Zivilmodus

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Samstag, 9. Februar 2013, 01:16

Situation am Arbeitsmarkt für Techniker und IT-Leute

Golem.de meldet:

Unternehmen suchen eher Android-Experten für App-Entwicklung

Von Unternehmen werden für mobile Apps am häufigsten freiberufliche Entwickler mit Kenntnissen für Android nachgefragt, an zweiter Stelle folgt iOS und dann erst Windows Phone. Das ergab eine Auswertung der Jobbörse für Freiberufler, Gulp Information Services, die am 8. Februar 2013 vorgelegt wurde.
Ganzer Artikel hier:
http://www.golem.de/news/mobile-apps-unt…1302-97481.html


Stundensätze der IT-Freiberufler auf Höchststand
IT-Freiberufler können zurzeit durchschnittlich 74 Euro pro Stunde fordern. Das ergab eine Auswertung der Jobbörse für Freiberufler, Gulp Information Services, die am 7. September 2012 vorgelegt wurde.
Ganzer Artikel hier:
http://www.golem.de/news/it-projekte-stu…1209-94417.html
.
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Sonntag, 10. März 2013, 21:45

Gehalt für Ingenieure und Techniker

Hier mal zwei Threads bei Mikrocontroller.net:

Gehalt für Ingenieure und Techniker 2012

Gehalt für Ingenieure und Informatiker 2013

Der nächste (typischerweise aus dem Schaustellerbereich stammende) Kunde, der mir vorwirft, mein Stundensatz und meine Tagespauschale wären "zu hoch", bekommt aber echt ...
:321:

Für die anderen Leser hier noch ein Thread zum Thema Ausbildung, Studium & Beruf
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

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Freitag, 3. Mai 2013, 23:44

Solo-Selbständige: Allein und arm

Besser qualifiziert als Arbeitnehmer, aber unterbezahlt ...

http://www.heise.de/resale/artikel/Solo-…rm-1837835.html
.
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Freitag, 13. September 2013, 22:20

75 Euro pro Stunde verlangt ein IT-/Engineering-Freiberufler im Schnitt aktuell von seinen Auftraggebern.
Das zeigt die aktuelle Stundensatzauswertung von Gulp, die jährlich im August durchgeführt wird.


Ganzer Artikel bei Heise.de


Ich mache eindeutig etwas falsch ...
http://www.edv-dompteur.de/preise.htm
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Mittwoch, 19. Februar 2014, 23:21

Altersspezifische Gehaltsunterschiede bei Fach- und Führungskräften

Boff!
Das muss ich einfach mal verlinken:

http://heise.de/-2112384

Man beachte die eingebundenen Grafiken.
.
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Montag, 10. März 2014, 22:10

IT-Sicherheitsexperten gesucht

Es wird mal wieder über den angeblichen Fachkräftemangel gejammert. So z. B. auf der CeBit:

CeBIT IT-Experten sehen Sicherheitsrisiken bei Big Data und Fachkräftemangel

Hmmm, der Stellenwert des Themas IT-Security ist - dank Edward Snowden - natürlich in der Tat gestiegen, binnen weniger als einem Jahr.
Aber über angeblichen Fachkräftemangel wird ja schon länger gejammert.

Merkwürdig, dass arbeitssuchende IT-Leute scheinbar überwiegend einen ganz anderen Eindruck haben.

Bestünde tatsächlich so ein "händeringender Mangel", dann wäre doch auch zu vermuten, dass beispielsweise meine eigene Wenigkeit häufig von Headhuntern kontaktiert werden müsste.
Immerhin wird mein Webauftritt bei Google bestens gelistet und er gibt inhaltlich sehr viel her, wie ich finde. Außerdem findet man mich bei Xing.
Nun, in den vergangenen 10 Jahren erhielt ich genau zwei Anrufe von Headhuntern und ebenfalls genau zwei Anfragen über Xing ...

Macht ja nichts, schließlich will ich selbstständig bleiben.
Outsourcing wird auch in der Tat betrieben. Glücklicherweise werde ich weit häufiger von "outsourcenden" Neukunden per Internet gefunden und kontaktiert, als von Headhuntern.

Jedenfalls halte ich den so oft herbeigeredeten Fachkräftemangel für Blödsinn.
Wie mir bekannt ist, bietet das ehemalige Arbeitsamt (das heute Agentur für Arbeit heißt, wenn ich nicht irre) Umschulungen auf nieder qualifizierte(!) Tätigkeiten an, wenn die ihre Fachleute nicht vermitteln können.
Das ist schon starker Tobak, immerhin dauert eine Umschulung wohl mindestens ein Jahr, wenn nicht 2,5 Jahre. Wenn die Agentur für Arbeit also allen Ernstes so tief in die Tasche greift, um einen arbeitslosen Fachmann endlich aus der Statistik zu boxen, dann heißt das ja, dass sie nicht damit rechnet, besagten Fachmann binnen 1-2,5 Jahren vermitteln zu können ...
Ja, wo ist denn da der Mangel? Warum schult man nicht auf einen gleichwertig, oder höher qualifizierten Bereich um? Warum schult man herunter?

Gleichzeitig, während also die eigenen, gut ausgebildeten Leute mit aktiver "Förderung" auf Staatskosten herabqualifiziert werden, ist man bestrebt, gut qualifizierte Leute aus Indien ins Land zu holen.
Da hängt wohl irgend etwas schief.

Offenbar ist da eine Bewegung im Gang, die schwer darauf abzielt, das Lohnniveau im Land zu drücken.
Das Heranzüchten überqualifizierter Leute, die sich letztendlich für geringes Gehalt in niederen Tätigkeitsfeldern prostituieren müssen - was sich wiederum in deren Lebenslauf niederschlägt, so dass diese Kandidaten anschließend erst recht keinen angemessenen Job mehr finden. Tolle Wurst!

Einige Bekannte von mir haben - wie auch ich, vor nunmehr fast 10 Jahren - den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Mir fällt aber keiner ein, der so lange durchgehalten hat, wie ich.
Dabei müsste das Outsourcing doch blühen, wenn tatsächlich Fachkräftemangel bestehen würde. Davon müssten kleine Ein-Mann-Betriebe doch reichlich profitieren.


Als ich damals selbst noch auf Jobsuche war, stand ich vor drei Problemen:
1) Man hat keine Ahnung, wie der künftige Arbeitsplatz aussieht, wenn man sich auf eine Stellenanzeige bewirbt.
2) In den Stellenausschreibungen wurde unmögliches gefordert.
3) Ungeachtet aller Qualifikationen - meine Papiere spiegelten diese nicht gut wieder.

Wegen Punkt drei kam es also meistens gar nicht erst zum Vorstellungsgespräch.
Ganz davon abgesehen, dass ich der Meinung bin, dass es ein Unternehmen nichts angeht, wann und wo ich zur Schule gegangen bin! Dass ein Bewerber mit abgeschlossenem Studium eine erfolgreiche Schulausbildung durchlaufen haben MUSS, sollte doch jeden Unternehmen von selbst klar sein und genügen. Wozu dieser hoch Not peinliche Filz im Lebenslauf?
Hinzu kommt: Trennen sich ein Unternehmen und ein Mitarbeiter, so wird zwischen beiden oftmals "ausgehandelt", ob der Mitarbeiter selbst kündigt, oder ob er entlassen wird.
Aber das ist eine fiese Zwickmühle für den Arbeitnehmer. Wer wegen finanzieller Not und ungünstigen Jobaussichten auf permanenten Geldfluss angewiesen ist (also vorübergehend auf Geld vom Arbeitsamt), der wird sich kündigen lassen. Denn wenn er selbst kündigt, wird er vom Arbeitsamt abgestraft.
Dem sich für Entlassung durch den Arbeitgeber entscheidende (Ex-) Mitarbeiter bringt dieser Kuhhandel jedoch einen (weiteren) Schandfleck im Lebenslauf ein, der ihn fortan und bis ans Lebensende verfolgt - er wurde (laut Papier) gekündigt! Ja, rausgeschmissen wurde er (laut Papier), er taugt also nichts!

Damit ist Punkt zwei in obiger Liste schwerer zu erfüllen. Das mit dem makellosen Lebenslauf und soundso langer Beruferfahrung ist laut Papier nicht mehr gegeben. Egal, ob sich derjenige privat weit mehr weitergebildet hat, als es in einem Job möglich wäre. Die Bewerbungsunterlagen bergen fortan den Makel "Rausschmiss und soundso lange arbeitslos". Die Papiere des Bewerbers sagen es ja aus. Wer das nun "schönt", liefert dem neuen Unternehmen damit einen Grund für eine fristlose Kündigung! Ein permanentes Damoklesschwert, dessen Schnur genau so lange nicht reißt, wie man perfekt funktioniert und sich kein noch besserer Kandidat spontan bewirbt.

Und dann dieser überaus lästige Punkt 1 in obiger Liste.
Der Bewerber muss sich fast bis auf die DNA durchleuchten lassen, noch bevor es überhaupt zum Vorstellungsgespräch kommt. Wehe dem, der da irgend welche Unterlagen vorenthält!
Aber der Bewerber hat im Grunde keinen Dunst, wofür er sich bewirbt.
OK, man sieht von außen das Firmengebäude und man hat sich deren Hochglanz-Prospekt besorgt. Heutzutage auch etwas im Internet recherchiert. Aber wie sieht der Arbeitsplatz aus?
Wer sind die Kollegen?
Wird da eventuell geraucht? - War ja früher ein Thema. Nicht jeder erträgt das.
Aber wie viele Bewerbungen soll ein Arbeitssuchender denn schreiben, in der Hoffnung, dass auf 10% der Bewerbungen tatsächlich Einladungen zum Vorstellungsgespräch erfolgen, bei denen sich dann in 95% aller Fälle herausstellt, dass man dort nicht froh werden würde?


Wenn Unternehmen ernsthaft nach gut ausgebildeten Leuten suchen, dann sollten sie:

1) Klar kommunizieren, was den neuen Mitarbeiter erwartet. Eine Stellenanzeige in der Zeitung reicht da nicht.
Da muss eine eigene Website her, mit aussagekräftigen Bildern des künftigen Arbeitsplatzes.
Mit Beschreibung des kollegialen Umfeldes.
Mit Angaben zur Temperatur. Denn von -10 Grad (Baustellen, Kühlräume); über Raumtemperatur; über 25 Grad in der Chipfertigung; bis hin zu teilweise +70 Grad (Elektroinstallation in der Speiseölfabrik) habe ich schon alles erlebt. Man wüsste als Bewerber gerne vorweg, was einen erwartet.
Auch ob es sich um eine überwiegend sitzende, stehende, oder körperlich anstrengende Tätigkeit handelt, ist beispielsweise bei einem "Elektrogerätemechaniker", oder einem "Energieelektroniker" keinesfalls von sich aus klar. Wer leicht kaputte Kniegelenke hat, kann viele Tätigkeiten dennoch bestens ausführen, aber er kann nicht jeden Tag überwiegend (oder ausschließlich) stehen.

2) Statt den flexiblen, ortsunabhängigen, mit Bestnoten abgeschlossenen Jungakademiker zu fordern, der mindestens 10 Jahre Berufserfahrung vorweisen kann (davon natürlich mindestens drei Jahre im Ausland), der neben Englisch mindestens eine weitere Sprache in Wort und Schrift fließend beherrscht, wäre es vielleicht ratsam, wenn Unternehmen ihre Anforderungen mal weniger abschreckend formulieren würden.
Sonst kommt der Verdacht auf, dass in Wahrheit keine Mitarbeiter gesucht werden, sondern dass Konkurrenten und Aktionäre beeindruckt werden sollen.
Kein Wunder, wenn sich auf solche Anzeigen niemand bewirbt. Warum sollte sich das jemand antun?
Oder dienen solche Stellenanzeigen etwa dazu, dass sich jedweder reale Bewerber leichter zu Abstrichen bei den Gehaltsforderungen nötigen lässt?

3) Mal von der bürokratischen Amtsstubendenke der 70er Jahre wegkommen und alternative Berwerbungsstile akzeptieren.
Nicht jeder mag es, wenn tief in seiner Vergangenheit geschnüffelt wird! Erst recht nicht, wenn die Papiere ein völlig schiefes Bild ergeben.
Es kann gute Gründe geben, warum ein ehrlicher, zuverlässiger, loyaler und bestens qualifizierter Bewerber dennoch hässliche Makel im Lebenslauf hat, die in Wahrheit aber nur auf dem Papier existieren.
Spätestens seit Snowden wissen wir, dass wir mit unseren Daten achtsam sein sollten. Warum werden Bewerber genötigt, ihre durchaus intimen Daten ungefähr hundert Unternehmen mitzuteilen, bevor es endlich mal zu einer Einstellung kommt?

Ich habe es erlebt, wie in Unternehmen mit Bewerberdaten umgegangen wird.
Einmal wurde ich vor einem Vorstellungsgespräch in einem Nebenraum "geparkt", während ein anderer Bewerber noch verhört abgewickelt wurde.
Dort lagen offen ausgebreitet die Unterlagen anderer Bewerber herum. Direkt auf dem Tisch, an dem ich zu sitzen aufgefordert wurde.
Eines der Bewerbungsbilder zeigte unübersehbar eine ehemalige Klassenkameradin ...
... und eine andere, junge Bewerberin, sah auf dem Foto echt niedlich aus. Wie praktisch, dass jeder vorgeladene und dort am Tisch "geparkte" Bewerber den Namen, die Anschrift, die Telefonnummer des süßen Girls klar ablesen konnte ...


Einer der vielen Gründe, warum ich mich vor 10 Jahren selbstständig machte, war der, dass ich all das schon immer gehasst habe, was mit dem Thema "Bewerbung" zusammen hängt!
- Dieser Daten-Striptease!
- Dieser Rechtfertigungszwang, wenn die Unterlagen nicht die wahre Situation wiedergeben!
- Diese Verhör-Situation beim Vorstellungsgespräch, wo man zur Lügerei regelrecht genötigt wird!




Was erwartet ein Personalchef bitte für eine Antwort auf die Standardfrage: "Und warum bewerben Sie sich ausgerechnet bei uns?"
Die wahre Antwort würde lauten: "Weil ich mich zuvor bei 27 anderen Unternehmen beworben habe, ohne eingestellt zu werden!"
Ja, das wäre die wahre Antwort. Aber wenn man diese Wahrheit ausspricht, hat man schon verkackt. Der Personalchef WILL also belogen werden!
Er WILL es, denn er ist ja nicht dumm und weiß selbst ganz genau, dass nur eine geheuchelte Antwort des Bewerbers dessen Chance auf Einstellung erhöht.
Vom Bewerber wird also erwartet, dass er heuchelt: "Ich bewerbe mich bei Ihnen, weil mir Ihr namhaftes Unternehmen schon seit meiner Kindheit positiv [blah] … und weil ich schon immer davon träumte [blah] …"

So bescheuert sind die Spielregeln. Jeder weiß das. Der Personalchef weiß, dass er angelogen wird. Und jeder halbwegs erfahrene Bewerber weiß, dass er zum Lügen genötigt wird.
Aber anders kommt man durch diese Mühle nicht durch.
Wer wirklich ein ehrlicher, ethisch tickender Mensch ist, hat in dieser Maschinerie keine Chance. Heuchler prostituieren sich besser, als ehrliche Menschen (und kriegen den Job).

Wie Paradox: Ein Unternehmen, dessen Personalchef im Vorstellungsgespräch solche Fragen stellt, will also offensichtlich gar keinen ehrlichen Mitarbeiter, sondern einen sich prostituierenden Lügner!
Das ist wahrlich stramm formuliert, aber man betrachte es als rhetorisches Stilmittel meinerseits, das die hässliche Wahrheit mal zur Abwechslung völlig ungeschminkt präsentiert.


So, und nun wird also mal wieder über den angeblichen Fachkräftemangel geklagt ...
Liebe Unternehmen: So, wie Ihr Euch mitunter aufführt, ist es kein Wunder, dass Ihr den Menschenschlag nicht bekommt, den ihr zu suchen vorgebt!

Gute Leute, die wirklich was auf dem Kasten haben, die sich nicht prostituieren wollen, die hohe ethische Maßstäbe haben (die sie auch keinem Arbeitgeber opfern wollen, schon gar nicht für 10,- EUR die Stunde), die also nicht nur Euch gegenüber, sondern auch sich selbst gegenüber loyal sind - solche Leute bewerben sich nicht bei Euch! Weil sie da ohnehin chancenlos sind.
Solche Leute machen sich selbstständig.

Schade, liebe Unternehmen, dass Ihr die guten Fachkräfte verprellt (und zur Umschulung auf nieder qualifizierte Tätigkeiten verdammt) und lieber billige Fachkräfte aus Indien ins Land holt, statt aus dem vorhandenen Potenzial der guten Leute zu schöpfen. Oder diese zu fördern, sie heranzureifen.
Aber dann jammert nicht über angeblichen "Fachkräftemangel", der in Wahrheit gar nicht existiert!


Soweit die Worte eines Selbstständigen, der es auch bleiben will.

Ich bin und bleibe ein Ein-Mann-Unternehmen.
Aber würde ich jemals Mitarbeiter suchen, dann würde ich schon im Vorfeld kommunizieren, dass ich von meinen Bewerbern weder Schulzeugnisse, Arbeitszeugnisse noch einen Lebenslauf sehen will!
Warum will ich dieses (ohnehin nutzlose) Zeug nicht sehen?
- Aus RESPEKT dem Bewerber gegenüber!
Der würde von mir nicht genötigt werden, sich datenmäßig vor mir auszuziehen!
Er soll mir auf seine Weise vermitteln, was er kann. Wie, ist sein Bier. Da kann er seine Kreativität unter Beweis stellen, kann mich überraschen und inspirieren. Aber eben auf seine Weise, wie er es gerne möchte.
Nicht nach einem steif vorgegebenen, vor Jahrzehnten etablierten Schema.

Ob auch die Chemie passt, das zeigt sich im Vorstellungsgespräch. Aber da wird er nicht "verhört", sondern da begegnen sich zwei Menschen auf gleicher Augenhöhe.

Ein sich derart respektiert fühlender Mitarbeiter dürfte später auch wenig Lust auf einen Wechsel verspüren. In den kann man investieren.

Nein, ich bin überzeugt: Es gibt in Deutschland keinen Fachkräftemangel!
Es gibt aber Schlips-tragende, konservativ tickende Personalchefs, an denen (neben echten Nieten) gute, kreative Bewerber oft schon vor dem Vorstellungsgespräch zerschellen.

Ich habe fertig!
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