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Dienstag, 12. September 2017, 15:20

Toshiba Portege Z30-A

Hallo,

ich besitze ein Toshiba Portege Z30-A.

Vor einer Woche hatte ich mit dem Notebook noch gearbeitet, allerdings lässt sich das Gerät seit heute nicht mehr einschalten.

Die Batterie/Lade - LED blinkt in einer schleife mit folgendem Muster: 5 mal - kurze pause - 3 mal - kurze pause - 5 mal -3 mal usw.

Der Lüfter dreht sich nicht, andere Geräusche sind auch nicht wahrnehmbar.

Folgendes wurde bereits ausprobiert:

- Auf den Ein- und Ausschalter regiert das Notebook (auch längeres drücken) nicht.
- Der Akku und die CMOS Batterie wurde abgeklemmt und der Einschalter für 1-2 Minuten betätigt.
- Ein anderes Netzteil ausprobiert, jedoch ohne Erfolg.
- Notebook über die Dockingstation zu laden, jedoch ohne Erfolg.

Vielleicht könnt ihr mir weiter helfen?

Vielen Dank im Voraus.

Gruß
Eddyson

EDV-Dompteur

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2

Dienstag, 12. September 2017, 17:30

Hallo Eddyson,

gute, präzise Beschreibung Deines Fehlers und Deiner bisherigen Aktionen. :190:

Diese Blink-Codes sind leider immer recht ungenau und bei Toshiba finde ich sie zudem auch noch besonders kompliziert (obwohl ich sonst von Toshiba sehr überzeugt bin).

Bemühe mal eine Suchmaschine und suche nach:
Toshiba Laptop error code

Da werden die diversen Fehlermeldungen dann auf mehreren Seiten genau aufgeschlüsselt und diskutiert.
Es ist aber grundsätzlich immer möglich, dass die Error-codes lügen und in Wahrheit schlicht das BIOS 'ne Macke hat, die mit einem Neuflashen aus der Welt ist.
Aber entschlüssele die Fehlermeldung zunächst einmal (ich müsste mich in diese Codes erst selbst wieder eindenken). Vielleicht ist es ja mit einem Speichertausch getan oder so.

Wahrscheinlich wird das Neuflashen (sofern erforderlich) per USB-Stick nicht gelingen. Wenn es nicht gerade an lötfrei tauschbaren Teilen liegt, Dann ist es leider unvermeidbar, das Gerät zu zerlegen (bei Toshiba zum Glück meistens relativ einfach).
Wie steht es denn um Deine Lötkenntnisse und Deine Ausstattung?
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

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3

Dienstag, 12. September 2017, 21:25

Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Das blinken wird unterschieden in Short (0,5 Sekunden) und Long (1 Sekunde).

Binär erhält das Short eine 0 und das Long eine 1.

In meinem Fall SSSSLSSS = 00001000 dies muss noch inventiert werden = 00010000

Wenn man das ins Hexadezimal umrechnet, komme ich auf ein Ergebnis von 10H

Laut Google deutet der Code auf:

DC IN
Error code Meaning
10h AC Adaptor output voltage is over 16.5V.

Was ich dabei nicht verstehe, das Blinken findet auch ohne Netzteil statt. Das Toshiba benötigt 19V und 2.37 A Gleichstrom.

Das Löten hatte ich von der 11. bis zur 13. Klasse und dies ist schon gute 15 Jahre her :)

Die Ausstattung könnte ich von meinem Vater besorgen, wobei ich bezweifele das er feine Lötkolben besitzt. Das würde ich aber noch klären und ggf. besorgen.

EDV-Dompteur

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4

Mittwoch, 13. September 2017, 16:37

Hallo Eddyson,

dass der Code auch dann kommt, wenn gar kein Netzteil angeschlossen ist, untermauert meine Meinung, dass diese Blinkcodes nicht immer durch steinharte Zuverlässigkeit ihrer jeweiligen Aussage überzeugen, oder durch unmissverständliche Interpretierbarkeit.

Übrigens schriebst Du in Deinem ersten Posting (für mich etwas verwirrend):
"5 mal - kurze pause - 3 mal - kurze pause - 5 mal -3 mal usw."

Laut Deinem jüngsten Posting lautet der Code nun aber:
"SSSSLSSS"

Das wäre doch viermal kurz, einmal lang, dreimal kurz ...
Letzteres sieht auf jeden Fall plausibel aus, weil ein achtstelliger Code.


Die Frage ist aber, ob die Übersetzung der Leuchtdauern in Bits wirklich korrekt ist?
SSSSLSSS kann man (vorwärts gelesen) zunächst einmal stramm so interpretieren:
00001000 also hex 08. Diesen Fehlercode gibt es nicht.

Invertiert man die Bits einzeln, wird daraus:
11110111 also hex F7. Diesen Fehlercode gibt es nicht.

Beides kann (muss?) man auch bitweise rückwärts lesen. Dann erhält man entweder:
11101111 also hex 7F. Diesen Fehlercode gibt es nicht.

Oder zurück invertiert:
00010000 also hex 10. Das würde Deiner Interpretation entsprechen: Eingangsspannung oberhalb 16,5V.

Das macht mich aber stutzig, denn wenn ich bei eBay nach Netzteilen für den Toshiba Portege Z30-A suche, dann finde ich Netzteile mit der Standard-Spannung von 19V ...
Nahezu jedes Notebook wird mit 19V betrieben. Was steht denn auf der Unterseite Deines Gerätes diesbezüglich für eine Angabe?
Außerdem dürfte diese Meldung bei reinem Akkubetrieb gar nicht kommen.


Nur wenn man bei den Blinkdauern auch noch die beiden Nibbles gegeneinander vertauscht, erhält man andere, womöglich sinnigere Fehlercodes.

So ließe sich aus den ursprünglichen 00001000 durch Vertauschen der beiden Nibbles 10000000 gewinnen, also hex 80.
h80 kwürde dann bedeuten:
80h BGVSNS voltage is not more than 1.62V when the computer is on or off.

- was schon plausibler ist, da diese Meldung auch bei reinem Akkubetrieb zutreffen kann.


Es hilft wohl nichts, das Ding muss aufgeschraubt und nachgemessen werden.
Huste auf die blöden Fehlercodes, die können lügen!
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5

Mittwoch, 27. September 2017, 11:32

Hallo EDV-Dompteur,

im ersten Post habe ich geschrieben, dass am
Notebook nach längerem betätigen des Ein- und Ausschalters nichts
passiert.

Dies habe ich nochmal getestet und siehe da das Blinken hört
nach ca. 30 Sekunden dauerhaften betätigen, auf zu blinken.

Anschließend lässt es sich durch ein weiteres betätigen des Ein- und
Ausschalters wieder einschalten.

Ich habe sofort ein BIOS Update eingespielt,
mir ist auch gelungen ein frisches Windows 10 aufzuspielen.

Doch leider
versetzt sich das Notebook nach unterschiedlichen Zeitabständen egal ob
auf Windows- oder BIOSebene wieder in diesem
Mode:

„SSSSLSSS“

Wenn ich das Notebook sauber herunterfahre und es
zum Laden an das Netzteil anschließe, versetzt sich das Notebook
ebenfalls nach einer gewissen Zeit wieder in diesen Mode.

Im vorherigen Post hatte ich den Ausdruck
„Inventiert“ benutzt, dies war natürlich falsch und sorgte zur
Verwirrung. Richtig heißen würde es: der Code wird einmal gedreht.

00010000

Wie du aber schon gesagt hast, macht es bei einem Notebook der eine Eingangsspannung von 19V und 2,37 benötigt, wenig sinn.

Kann es eventuell am Akku liegen? Theoretisch kann ich den Akku abklemmen und ein Benchmark fahren?

Vielen Dank im Voraus.

EDV-Dompteur

Administrator

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6

Mittwoch, 27. September 2017, 18:21

Aus meiner Sicht:
Aufschrauben und alles soweit demontieren, dass Dir das nackte Mainboard vorliegt; lediglich mit Speicherriegel und Prozessor bestückt.
Buchse und Einschalttaster müssen noch vorhanden sein, sonst nichts.
Vorzugsweise einen externen Monitor anschließen, oder zur Not das normale Display.
Ein externer Monitor ist in zweifacher Hinsicht vorteilhafter.

In dieser Minimalkonfiguration hast Du alle externen Fehlerquellen weg.
- Ich hatte mal ein Gerät, das sich wegen einer defekten WLAN-Karte nicht einschalten ließ ...

Booten kannst Du über einen vorbereiteten USB-Stick, mit einem minimalen Linux drauf.
Die Desinfec't CD der Zeitschrift c't ist dazu allerbestens geeignet, um so einen solchen Stick zu erzeugen.
Der PC-Doktor an der nächsten Straßenecke kann Dir sicherlich so ein Ding fertig machen, falls Du es nicht selbst schaffst.
Zur Not kannst Du aber auch das CD-Laufwerk anstpöpseln, um von einer bootfähigen CD zu booten. Aber lasse die Festplatte bitte weg!
Dann noch eine USB-Tastatur und USB-Maus anschließen.

Jetzt liegt alles in minimaler Konfiguration vor Dir und Du hast sogar die Möglichkeit, das MB umzudrehen, um auf der anderen Seite zu messen. Dennoch reicht die Konfiguration, um ein Linux mit einem anständigen Desktop zu booten, mit dem Du sogar direkt ins Internet kannst, um mal ein Youtube-Video aufzurufen (um den Grafichip etwas zu beschäftigen).
Die Desinfec't CD bietet all die Möglichkeiten. Einfach davon booten und Dir steht ein Desktop mit installiertem Firefox zur Verfügung, plus einiger Tools.

Wenn der Fehler dann noch auftritt (wovon ich leider ausgehe), dann kannst Du jetzt überall mit Messequipment bei, denn da liegt ja das nackte Mainboard vor Dir auf dem Tisch.
Du wirst dann den Schaltplan brauchen. Auf dem MB ist in weißer Schrift die Bezeichnung des Mainboards aufgedruckt. Das wäre der wichtigste Teil des Suchbegriffs, für die Recherche nach dem Plan.
Als zweiten Suchbegriff gebe noch den String "Schematic" ein.

Falls nichts hilft, dann klappere die russischen Foren ab, die sind da oft ergiebiger.
Statt nach "Schematic" suchst Du in der Suchmaschine Deiner Wahl dann nach "Схема".

Statt Google nimm lieber Yandex.com oder noch besser Yandex.ru - erstere liefert bevorzugt englische Treffer, die zweite hingegen bevorzugt russische.
Google zensiert recht viel, von wegen Copyright und so. Die Russen sind diesbezüglich immer noch ein gutes Stück entspannter.
Zum Übersetzen von gefundenen Seiten kannst Du translate.yandex.com verwenden.
Lasse die gefundene Seite (oder Passagen draus) in englische Sprache übersetzen, statt in Deutsch, dann bleibt der Sinn besser erhalten.

Es ist in den letzten drei-vier Jahren einfacher geworden, Schaltpläne aufzuspüren. Aber eigentlich rücken die Hersteller die nicht heraus. Dennoch sickert so ein Zeug immer mal durch und findet sich dann auf chinesischen oder russischen Webseiten; immer häufiger sogar auf englischsprachigen.

Manchmal ist auch ein "BoardView" aufzutreiben. Das ist eine oft sehr nützliche Ergänzung zum Schaltplan, weil die Hersteller mitunter so fies sind, den Silkscreen nicht mehr anständig zu bedrucken, weswegen es allein mit dem Schaltplan schwierig sein kann, die im Plan verzeichneten Bauteile auf der Platine zu finden.
Es gibt (mindestens) zwei verschiedenen Programme, die solche BordView-Dateien öffnen und darstellen können.

Damit muss ich Dich jetzt vorerst Deinem Schicksal überlassen - viel Erfolg!
Bei konkreten Fragen helfe ich natürlich weiter.
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