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Montag, 12. Juni 2017, 18:29

Asus K56CM lässt sich nicht starten

Hallo,

meine Freundin hat ein Notebook von ASUS, welches gestern leider den Geist aufgab.Keine Led Leuchtet,Gerät gibt kein Lebenszeichen mehr von sich.Naja erstmal Mainboard raus und Spannung am RT8206L für 5V und 3.3v gemessen.

Pin7=19V
Pin4=5,7V
Pin25=3,8V
Pin16=0V

19Volt kommen dort also an. Auf der Rückseite des Board´s ist mir ein SOT-23-5 LDO aufgefallen mit extremer Hitze!Habe dieses Bauteil ausgelötet und ausgetauscht.Leider läuft das Gerät aber immer noch nicht.

Habe mir den Plan vom RT8206 mal angeschaut und dort gibt es noch zwei Enable Pins für 3 und 5v die aber aus sind.Pin16 sollten doch 5v zu messen sein?

Und nun?

Idee 1.Schaltplan vom Mainboard auftreiben.Konnte ich bis jetzt nicht Finden.
Idee 2.Ersatz RT besorgen und Austauschen.

Ich habe mal ein Foto vom LDO Hochgeladen.


Würde mich sehr freuen über Hilfe. :-)
»christian82« hat folgende Datei angehängt:
  • IMG_0804.JPG (1,26 MB - 8 mal heruntergeladen - zuletzt: 17. Juni 2017, 21:16)

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2

Montag, 12. Juni 2017, 21:48

An Pin 7 misst Du 19V? 8-|
- Das ist doch der LDO-Ausgang, da dürfen nur 5V zu messen sein! 19V sind da der pure Tod!

Auch die 5,7V am Enable-Pin 4 missfallen mir sehr, aber das ist Pillepalle, angesichts der fatalen 19V an Pin 7.

Hast Du die Pins wirklich richtig gezählt?


Pin16 sollten doch 5v zu messen sein?
Äh, eindeutig nein!
Pin16 ist mit den MOSFETs und der Spule verbunden. Auf dieser Seite der Spule tobt das pure Chaos!
Auf der anderen Seite der Spule sind dann weitgehend saubere 5V zu erwarten, aber die Speiseseite der Spule hat eine ganz irre und auch variable Waveform.

Prinzipiell werden Schaltwandlerspulen ja mit einer PWM bestromt, deren Tastverhältnis in Abhängigkeit von (u.a.) der Last am Ausgang geregelt wird.
Aber die an der Speiseseite real erscheinendere Waveform ist viel komplexer, als man beim Stichwort "PWM" zuerst vermuten würde. Denn da spielt ja die Induktivität der Spule mit rein, mit ihrer komplizierten Eigendynamik.
Auch ist das Regelverhalten eines solchen, hochgezüchteten Wandler-ICs dermaßen komplex, dass man nicht klar und einfach defninieren kann, was da zu messen sein sollte. Es variiert ständig und ist sowieso komplex.

Bedenke: Die Last, die ja eine Digitalschaltung ist, zieht total unregelmäßig Strom, oft mit sprunghaften Änderungen. Und die Aufgabe des ICs ist es, durch geschickte Ansteuerung der beiden MOSFETs mit PWM-Signalen, die Spule genau so zu bestromen, bzw. ihre magnetische Energie zu entladen, dass sich lastseitig möglichst eisenhart stabile 5V ergeben.
Unabhängig davon, wie sehr der Strombedaf der Last schwankt und sogar springt, sollen sich dort stets stabile 5V ergeben.
Und das schafft der IC durch rechteckförmige Ansteuerung der beiden MOSFETs! Und die Spule ist kein lineares Bauteil, wie ein Widerstand, sondern sie hat eine ziemlich biestige Eigendynamik ...
Im Datenblatt des ICs sind allerhand Waveforms abgebildet. Schaue Dir mal die Waveforms des Spulenstroms an!
Und der wird im gleichförmig belasteten Fall gelten, wohingegen die reale Last im Notebook frei nach Belieben Strom zieht, mit sprunghaften Änderungen.

Auf der Einspeisung der Spule sieht die Spannung daher ungefähr so aus, wie in diesem Beitrag gezeigt:
Equipment für die Notebook-Reparatur

Was man dort sieht, ist nur ein einzelner Puls, also einmal den Upper-MOSFET auf und wieder zu.
Man sieht das "Nachklingeln", das die Spule verursacht, weil ihre Eigenresonanzfrequenz von dem Puls angeregt wird.


Und nun?

Idee 1.Schaltplan vom Mainboard auftreiben.Konnte ich bis jetzt nicht Finden.
Idee 2.Ersatz RT besorgen und Austauschen.
Beides! :-)

Der RT8206L wird ganz sicher hinüber sein, wenn Dein Messergebnis von 19V an Pin 7 wirklich stimmt.
Tausche den aus und kontrolliere dann alles, was an dessen LDO angeschlossen ist, denn das hat ja alles deftige Überspannung abbekommen.
Dazu wirst Du natürlich den Schaltplan des Mainboards benötigen.
Auf dem MB wird in weißer Schrift die Bezeichnung des MBs aufgedruckt sein, das wäre der benötigte Suchbegriff.
Schaltpläne findet man viel eher mit diesem Code, als mit der Modellnummer des Notebooks.
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

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3

Dienstag, 13. Juni 2017, 17:03

hatte mich um einen Pin verzählt! :198:

So ist es richtig

Pin6=19V
Pin7=5V
Pin4=5,7V
Pin 24=3,8V
Pin25=0V
Pin16=0V


Der getauschte LDO ist ein up7714bma5.Dieses Bauteil regelt 5V und 3V.Mein Gedanke wäre, das dieser mit dem Spannungs IC verbunden ist und falsche Werte liefert.Denn am Ausgang des up7714 liegen 0v an.Evt habe ich einen falschen LDO verbaut?Er hat die Aufschrift PHJ1.


Ich habe nach dem Suchbegriff (K56CM REC 2.0) auf dem Board leider schon erfolglos gesucht.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »christian82« (13. Juni 2017, 18:56)


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4

Mittwoch, 14. Juni 2017, 01:51

Pin4=5,7V
Das solltest Du sicherheitshalber mal überprüfen (anhand des Schaltplans ...).
Die 5,7V müssen kein Fehler sein, der Chip kann da 30V ab. Aber irgendwoher müssen die 5,7V ja kommen und das ist eine ungewöhnliche Spannung; es sei denn, sie wird per Spannungsteiler aus den 19V gewonnen (wird wohl so sein).

Also ich gehe eigentlich davon aus, dass das mit den 5,7V OK ist, aber ich würde es an Deiner Stelle sicherheitshalber überprüfen.


Pin 24=3,8V
Du Schlingel misst doch mit dem Multimeter, statt mit dem Oszi, oder?
Gut, weil die Schaltwandler im Moment sowieso nicht laufen, spielt das ausnahmsweise keine Geige. Aber würden sie laufen, dann hättest Du dort eine total chaotische Waveform, bei der es völlig nutzlos ist, ein Multimeter einzusetzen.

Vergiss im Moment diesen Pin, zunächst müssen die beiden Wandler laufen!
Und wenn sie das tun, dann wird sich an diesem Pin ganz zwangsweise das richtige Signal einstellen, das der Wandler braucht.


Pin25=0V
Pin16=0V
Das ist die wahre Kacke im Moment!
Und wenn man so was hat, dann ist die erste Aktion, die Pegel an den beiden Enable-Eingängen zu kontrollieren, also die Pins 14 und 27.
Wenn dort jeweils ein Low anliegt, dann können die Wandler nicht laufen.
Und ich vermute sehr stark, dass genau das zutrifft.

Wenn Du den Schaltplan partout nicht auftreiben kannst, dann probiere doch mal das BIOS neu zu flashen.
Manche Boards sind so designt, dass das BIOS die Macht hat, den 3,3V/5V-Schaltwandler über die Enable-Eingänge zu sperren.
Bei solchen Designs werden die beiden Enable-Eingänge typischerweise vom Embedded Controller bedient. Und der tut praktisch nur das, was das BIOS ihm verklickert.

SEHR nützlich sind übrigens meine inzwischen wohl hinlänglich bekannten Indikatoren!
Verwende zwei Stück davon, einen auf der 3,3V-Spule und einen auf der 5V-Spule.
Wenn die LEDs der Indikatoren kurz aufblitzen, dann ist das ein sicheres Zeichen, dass der Wandler arbeitet. Er schaltet dann aber entweder von sich aus ab (z. B. wenn er einen Kurzschluss detektiert), oder er wird über die Enable-Pins wieder abgewürgt. Das wäre dann ein sehr deutliches Indiz für einen BIOS-Fehler.

Bei manchen Boards gibt es hinter den Wandlern (genauer: Jeweils hinter dem Lade-Kondensator) einen Lötjumper, den man mit Entlötlitze auftrennen kann.
Das ist sehr praktisch, denn falls dahinter ein Kurzschluss vorliegen sollte, dann kann man alle denkbaren Verursacher auf diese Weise einfach abklemmen.
Leider weist nicht jedes Boarddesign solche Lötjumerfelder auf. Aber vielleicht hast Du ja Glück.


Der getauschte LDO ist ein up7714bma5.Dieses Bauteil regelt 5V und 3V.Mein Gedanke wäre, das dieser mit dem Spannungs IC verbunden ist und falsche Werte liefert.Denn am Ausgang des up7714 liegen 0v an.Evt habe ich einen falschen LDO verbaut?Er hat die Aufschrift PHJ1.
Solche Kürzel, wie Dein "PHJ1" sind immer fies, da sucht man sich oft "'nen Wolf".
Sorry, aber den Job kann ich Dir nicht abnehmen.

Jedenfalls: Vorher wurde der Baustein heiß. Das ist zumeist ein kräftiges Indiz auf Überstrom.
Jetzt hast Du Null Volt an dessen Ausgang, was wiederum dazu passt.
Überprüfe doch mal, ob da womöglich ein Kurzschluss vorliegt, hinter dem Ausgang.
Und messe auch die Eingangsspannung.

Übrigens wäre es prima, wenn Du schon ein bestimmtes Bauteil ins Gespräch bringst, wenn Du auch gleich den Direktlink auf das Datenblatt posten würdest, damit ich nicht jedes Mal selbst suchen muss.
So was möglichst auch nicht per Anhang ans Posting hängen (kostet nur total unnötig Speicherplatz auf meinem Server), sondern einfach den Direktlink posten.

Ich nehme mir ja viel Zeit, Euch Usern unentgeltlich zu helfen, aber Ihr müsst es mir auch möglichst einfach machen!


Ich habe nach dem Suchbegriff (K56CM REC 2.0) auf dem Board leider schon erfolglos gesucht.
Poste mal ein Bild des bedruckten Platinenbereichs.
Ich vermute, Du hast da gerade einen falschen Modellcode beim Wickel.
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

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5

Samstag, 17. Juni 2017, 17:46

Habe die richtige Bezeichnung auf dem Main gefunden.60NB0150-MB4000.Finde mit der Nummer aber nur ein BoardView.
SEHR nützlich sind übrigens meine inzwischen wohl hinlänglich bekannten Indikatoren!
Verwende zwei Stück davon, einen auf der 3,3V-Spule und einen auf der 5V-Spule.
Wenn die LEDs der Indikatoren kurz aufblitzen, dann ist das ein sicheres Zeichen, dass der Wandler arbeitet. Er schaltet dann aber entweder von sich aus ab (z. B. wenn er einen Kurzschluss detektiert), oder er wird über die Enable-Pins wieder abgewürgt. Das wäre dann ein sehr deutliches Indiz für einen BIOS-Fehler.
Habe mir zwei solcher tollen LEDs bebastelt, aber leider blitzen sie auch nicht kurz auf.Hatte einen auf die 3V und einen auf die 5V Spule gestellt.

Bei manchen Boards gibt es hinter den Wandlern (genauer: Jeweils hinter dem Lade-Kondensator) einen Lötjumper, den man mit Entlötlitze auftrennen kann.
Das ist sehr praktisch, denn falls dahinter ein Kurzschluss vorliegen sollte, dann kann man alle denkbaren Verursacher auf diese Weise einfach abklemmen.
Leider weist nicht jedes Boarddesign solche Lötjumerfelder auf. Aber vielleicht hast Du ja Glück.
Solche Lötjumper habe ich nicht finden können.Schade.

Jedenfalls: Vorher wurde der Baustein heiß. Das ist zumeist ein kräftiges Indiz auf Überstrom.
Jetzt hast Du Null Volt an dessen Ausgang, was wiederum dazu passt.
Überprüfe doch mal, ob da womöglich ein Kurzschluss vorliegt, hinter dem Ausgang.
Und messe auch die Eingangsspannung.
Genau die Idee hatte ich auch schon.Dort gibt es einen EN Pin dort liegen 1,1V an und am Eingang 5V.

https://www.google.de/search?q=up7714bma…JdN5mDehW_QxHM:


Und wenn man so was hat, dann ist die erste Aktion, die Pegel an den beiden Enable-Eingängen zu kontrollieren, also die Pins 14 und 27.
Wenn dort jeweils ein Low anliegt, dann können die Wandler nicht laufen.
Und ich vermute sehr stark, dass genau das zutrifft.
Bei den beiden Pins lassen sich 0V messen.

6

Samstag, 17. Juni 2017, 20:40

Übrigens wäre es prima, wenn Du schon ein bestimmtes Bauteil ins Gespräch bringst, wenn Du auch gleich den Direktlink auf das Datenblatt posten würdest, damit ich nicht jedes Mal selbst suchen muss.
So was möglichst auch nicht per Anhang ans Posting hängen (kostet nur total unnötig Speicherplatz auf meinem Server), sondern einfach den Direktlink posten.
Habe nach langer Suche das Datenblatt gefunden!
Ich glaube der Fehler liegt an diesen Bauteil.

http://www.anpec.com.tw/ashx_prod_file.a…e=APL5324/5.pdf

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7

Samstag, 17. Juni 2017, 20:47

Habe die richtige Bezeichnung auf dem Main gefunden.60NB0150-MB4000.Finde mit der Nummer aber nur ein BoardView.
Die Bezeichnung sieht schon viel plausibler aus.
Manchmal hilft es, beim Suchen die Nullen (oder einzelne davon) durch dem Großbuchstaben "O" zu ersetzen. Denn nicht jeder, der so einen Schaltplan online stellt, interpretiert die Zeichen richtig.


Habe mir zwei solcher tollen LEDs bebastelt, aber leider blitzen sie auch nicht kurz auf.Hatte einen auf die 3V und einen auf die 5V Spule gestellt.
Es wäre interessant zu wissen, ob Deine beiden Indikatoren überhaupt funktionieren, auf den 3,3V und 5V Spulen.
Denn die Version ohne Ringkern ist wenig sensitiv, da leuchten die LEDs auf diesen beiden Wandlern nicht unbedingt, wenn diese bloß im Leerlauf werkeln.
Es ist sogar von MB zu MB unterschiedlich, ob die simplen Indikatoren dort ihren Dienst tun..
Für diese beiden Wandler ist daher die aufwändigere Version des Indikators (die mit dem Ringkern) deutlich besser geeignet.

Aber ich gehe tatsächlich davon aus, dass bei Dir die Wandler überhaupt nicht arbeiten, folglich können die Indikator-LEDs auch nicht kurz aufleuchten.

Genau die Idee hatte ich auch schon.Dort gibt es einen EN Pin dort liegen 1,1V an und am Eingang 5V.

https://www.google.de/search?q=up7714bma…JdN5mDehW_QxHM:
Der Link auf eine Google-Suche nimmt mir die Arbeit des Selbst-Suchens nicht ab.
Ich brauche schon den Direktlink auf das Datenblatt.
Sorry, aber ich suche nicht selbst, denn das ist etwas, was Du sicher genauso gut kannst, wie ich.
Ich helfe gerne dort, wo mein Fachwissen gefragt ist, aber ich möchte meine Zeit auch nicht mit Bagatellkram verschwenden, denn mehrere solcher Kleinigkeiten summieren sich rasch zu 'nem halben oder vollen Arbeitstag auf.


Bei den beiden Pins lassen sich 0V messen.
Wenn da wirklich permanent 0V anliegen, dann wird der Wandler-IC also nie freigeschaltet.
Wenn da aber zumindest ein kurzer Impuls käme (Du brauchst ein Oszi, um das zu bemerken), dann sollte der Dualwandler kurz starten, sofern er OK ist.

Gehen wir mal davon aus, dass bei Dir tatsächlich permanent 0V anliegen.
Du kannst jetzt mit dem Durchgangsprüfer (natürlich im spannungsfreien Zustand) kontrollieren, ob eine Verbindung vom jeweiligen EN-Pin zum Embedded Controller besteht. - Das ist oftmals so, aber halt nicht immer.
Eine Messspitze also am Enable-Pin ansetzen und mit der anderen langsam an allen Pins des Embedded Controllers entlang ratschen. Wenn "tuuut", dann Direktverbindung.
Wenn dem so ist, dann hast Du gute Chancen, mit einem BIOS-Flash das Problem zu beseitigen.

Falls keine Direktverbindung zum EC besteht, dann liegen da noch Bauteile zwischen, die Kummer machen können. Aber dann brauchst Du wirklich den Schaltplan!

Wie ich schon schrieb: Im Zweifelsfall probiere es doch einfach mal, das BIOS-EEPROM neu zu flashen.
Aber lese dessen Inhalt zuvor aus, damit Du notfalls den Originalinhalt zurück flashen kannst.

Alternativ gibt es auch Anbieter, die mundfertig einsatzbereit geflashte BIOS-Chips für alle möglichen Mainboards anbieten.
Z. B. diese beiden hier:

https://www.biosflash.com/index.htm

http://www.bios-chip24.com/

Falls Du dort kaufst: Es kann sein, dass die Chips mit dezent (kaum wahrnehmbar) verbogenen Pins geliefert werden, verursacht durch die Klammer des Programmiersockels.
In dem Fall liegt so ein Chip mit dem schwarzen Resin auf, statt mit den Pins. Beim Heißluftlöten kann es dann passieren, dass die Pins keinen Kontakt zur Platine bekommen. Daher zuvor gegebenenfalls die Pins richten, so dass der Chip wirklich auf den Beinchen steht, statt "mit dem Bauch" aufzuliegen.
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Samstag, 17. Juni 2017, 21:03

Es gab wieder eine Überschneidung unserer Postings.
Zu Deinem Datenblatt:
Der IC braucht mindestens 1,6V am !SHDN-Eingang, für einen High-Pegel.
Spannungen unter 0,4V werden dagegen als "Low" interpretiert.
Du hast aber 1,1V gemessen. Das ist demnach eine unzulässige Spannung, im Bereich zwischen Low und High.

Dafür kommen zwei Gründe in Betracht:
a) Was auch immer das Signal erzeugt, das diesen Pin bedient, arbeitet nicht korrekt.
b) Der Chip hat einen defekten Eingang, wodurch der Spannungspegel "verzogen" wird.

Der Schaltplan wäre jetzt wirklich sehr hilfreich, um es besser beurteilen zu können, was da passiert!
Lässt sich eventuell die Leiterbahn verfolgen, die zum !SHDN führt?

Zur Not kannst Du radikal werden ...
Zunächst mild radikal: Verbinde mal den Eingang über einen 1k Widerstadn mit !SHDN. Tut sich am Ausgang was?
Wenn nicht, dann ganz radikal: Klemme den !SHDN ab und biege den Pin etwas hoch. Nun wiederhole obigen Prozedur. Jetzt MUSS der Ausgang die eingestellte Spannung liefern!

Falls auch dann nicht, so ist entweder der Chip im Eimer, oder an dessen Ausgang liegt ein Kurzschluss vor.
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Samstag, 17. Juni 2017, 21:28

Habe im Internet ein Bild des Mainboards gefunden.
Öh, ist nicht das hier der 3,3V/5V-Wandler?

- Da sehe ich die erwähnten Lötjumper ...



Die sollten doch wohl auch im BoardView auftauchen, oder?
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10

Dienstag, 20. Juni 2017, 20:47

Der Schaltplan wäre jetzt wirklich sehr hilfreich, um es besser beurteilen zu können, was da passiert!
Lässt sich eventuell die Leiterbahn verfolgen, die zum !SHDN führt?
Leider ergab die Suche nach Stunden keinen passenden Schaltplan. :-(


Zur Not kannst Du radikal werden ...
Zunächst mild radikal: Verbinde mal den Eingang über einen 1k Widerstadn mit !SHDN. Tut sich am Ausgang was?
Wenn nicht, dann ganz radikal: Klemme den !SHDN ab und biege den Pin etwas hoch. Nun wiederhole obigen Prozedur. Jetzt MUSS der Ausgang die eingestellte Spannung liefern!
Ergebnis mild radikal=Tut sich nichts.
Ergebnis ganz radikal=Tut sich auch nichts.
Falls auch dann nicht, so ist entweder der Chip im Eimer, oder an dessen Ausgang liegt ein Kurzschluss vor.
hmm,dieser Chip ist doch nichts weiter als ein Spannungsregler von 5V zu 3V.
Ich würde diesen hier als Ersatz Einbauen:http://www.produktinfo.conrad.com/datenb…OT_23_5_TID.pdf

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11

Mittwoch, 21. Juni 2017, 01:15

Ergebnis mild radikal=Tut sich nichts.
Ergebnis ganz radikal=Tut sich auch nichts.
Dann - wie schon geschrieben - Regler entweder "putt", oder Kurzschluss am Ausgang.


hmm,dieser Chip ist doch nichts weiter als ein Spannungsregler von 5V zu 3V.
Ich würde diesen hier als Ersatz Einbauen:http://www.produktinfo.conrad.com/datenb…OT_23_5_TID.pdf
Der hat aber eine andere Pinbelegung ... :195:
Davon abgesehen: Der originale Baustein hat eine per Spannungsteiler "programmierbare" Ausgangsspannung, wohingegen Dein Ersatztyp ein Festspannungsregler ist. Wenn Du da den Ersatztypen reinfrickelst, dann solltest Du die Widerstände auslöten.

Aber vergewissere Dich, bevor Du das tust, dass die (derzeit noch vorhandenen) Widerstände tatsächlich so bemessen sind, dass der alte Regler 3,3V ausspucken würde. Nicht dass der eine irgendwie ungewöhnliche, oder schlimmstenfalls gar variable Ausgangsspannung erzeugt ...
- Muss ja einen Grund gehabt haben, dass der Notebook-Hersteller sich da für einen programmierbaren Typen entschieden hat ...
Vielleicht war das Bauteil gerade besonders günstig zu haben, das wäre natürlich ein trivialer Grund. Aber es könnte halt auch einen technischen Grund gehabt haben.

Ohne Schaltplan ist es aber mühsam, das nachzuvollziehen. Im Zweifelsfall recherchiere lieber noch etwas länger, nach einem wirklich funktionsgleichen und voll pinkompatiblen Typen.

In der Zwischenzeit kannst Du den alten Regler ja schon mal auslöten und Dich vergewissern, dass da erstens kein Kurzschluss auf dem MB besteht und zweitens mal probieren, ob der Regler auf wunderbare Weise womöglich außerhalb des Mainboards funktioniert, so rein auf dem Labortisch.
Erst dann weißt Du 100%ig, ob da wirklich der Regler krepiert ist
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12

Donnerstag, 22. Juni 2017, 21:46

Der hat aber eine andere Pinbelegung ... :195:
Davon abgesehen: Der originale Baustein hat eine per Spannungsteiler "programmierbare" Ausgangsspannung, wohingegen Dein Ersatztyp ein Festspannungsregler ist. Wenn Du da den Ersatztypen reinfrickelst, dann solltest Du die Widerstände auslöten.
Stimmt, habe noch keinen mit der gleichen Pinbelegung gefunden.Dieser scheint programmierbar zu sein.http://www.produktinfo.conrad.com/datenb…T_SOT_5_TID.pdf


In der Zwischenzeit kannst Du den alten Regler ja schon mal auslöten und Dich vergewissern, dass da erstens kein Kurzschluss auf dem MB besteht und zweitens mal probieren, ob der Regler auf wunderbare Weise womöglich außerhalb des Mainboards funktioniert, so rein auf dem Labortisch.

Erst dann weißt Du 100%ig, ob da wirklich der Regler krepiert ist
Habe den alten Regler ausgelötet und 5V Spannung angelegt.Am Ausgang hatte ich dann 4,9V gemessen.

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13

Donnerstag, 22. Juni 2017, 22:44

Stimmt, habe noch keinen mit der gleichen Pinbelegung gefunden.
Wie wäre es denn mit dem Original?
http://www.ebay.com/itm/191821919327

Kommt aus China, die Lieferung dauert entsprechend lange.
Eventuell hat http://farnell.de/ den Chip direkt auf Lager, aber deren Website lädt bei mir neuerdings ewig. Vielleicht hast Du da mehr Glück?
Selbst wenn Farnell den nicht vorrätig haben sollte, aber sofern die Website bei Dir funzt: Die Bauteilsuche von Farnell war bisher immer meine erste Wahl! Dauert etwas, bis man die Bedienung voll begriffen hat, aber ab da findet man zuverlässig geeignete Ersatztypen zu exotischen Bauteilen.
Ich kenne keinen anderen Distributor, dessen Webshop sich für den Vergleich von Bauteilen ähnlich gut, oder gar besser eignet.


Habe den alten Regler ausgelötet und 5V Spannung angelegt.Am Ausgang hatte ich dann 4,9V gemessen.
Lass mich raten: Du hast die Spannungsteiler-Widerstände weg gelassen ... :193:
- Die muttu natürlich anschließen!
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