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Montag, 20. Februar 2017, 10:14

Lenovo Yoga 12 gekillt

Liebe Leute!


Aus Restbeständen hatte ich noch ein 20V/2.3A Ladegerät übrig den ich zum laden meines Lenovo Thinkpad Yoga12 umbauen wollte.

Der Lader hat einen runden Stecker, der Lenovo Yoga 12 jedoch besitzt eine rechteckige Ladebuchse.
So habe ich - einfach gedacht - den runden Stecker abgezwickt und einen rechteckigen Ladestecker (von ebay besorgt) angelötet.
Ohne mich vorher genau zu informieren, habe ich die Masse des Kabels an die äußeren und innere Kontaktfläche des rechteckigen Steckers angelötet, die Plusleitung an den Kontakt in der Mitte des Steckers.

An den Laptop angesteckt und ... seitdem macht er keinen Mucks mehr.
Später bin ich draufgekommen dass ich die Kabel falsch an den rechteckigen Stecker gelötet habe.
Die äußere Kontaktfläche ist Masse, die innere Kontaktfläche +20V und der Pin in der Mitte des Stecker ist über eine Widerstand an Masse verbunden.
Der Widerstand bestimmt, so nehme ich an, den Ladestrom.

Kurzum, ich habe in meiner Blödheit die Masse und +20V in der Ladebuchse des Laptops kurzgeschlossen.

Dann habe ich das Motherboard vom Laptop demontiert und alle mir bekannten SMD-Sicherungen durchgeprüft, leider alle OK.
Weiters habe ich mit der Lupe alle Leiterbahnen Nähe Ladebuchse und Nähe Batterie angesehen - alle OK.
Auch finde ich keine verschmorte SMD-Bauteile.

So möchte ich nun Euch um Tipps fragen wonach ich sonst noch suchen soll, bzw. einen bestimmten Bauteil durchprüfen soll?

Foto des Mainboardes folgt noch.

Lg
Johannes

EDV-Dompteur

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2

Montag, 20. Februar 2017, 10:55

Willkommen im Forum, maro/Johannes!

Später bin ich draufgekommen dass ich die Kabel falsch an den rechteckigen Stecker gelötet habe.
Die äußere Kontaktfläche ist Masse, die innere Kontaktfläche +20V und der Pin in der Mitte des Stecker ist über eine Widerstand an Masse verbunden.
Korrekt. Der scheinbar zweipolige Stecker ist in Wahrheit dreipolig.


Der Widerstand bestimmt, so nehme ich an, den Ladestrom.
Bezogen auf den Yoga 12 kann ich es zwar nicht mit 100%iger Sicherheit sagen, aber es dürfte mit 99%iger Sicherheit so sein, dass der Yoga den im Stecker verbauten Widerstand durchmisst und daraus schlussfolgert, was für ein Netzteil angeschlossen ist.

Euphemistisch formuliert dient das natürlich dem Schutz des Users vor der Verwendung ungeeigneter Netzteile.
Dysphemistisch formuliert ist es eine Gängelung des Users, damit er gezwungen ist ein originales NT vom Hersteller nachzukaufen.


Kurzum, ich habe in meiner Blödheit die Masse und +20V in der Ladebuchse des Laptops kurzgeschlossen.
Das sehe ich anders.
Ohne den Schaltplan des Yoga 12 gesehen zu haben, würde ich davon ausgehen, dass Du besagte Messschaltung gegrillt hast.

Der Widerstand im Stecker sitzt ja zwischen dem zu messenden Mittelpin und Masse, ist also im Normalfall potenzialfrei! So kann er vom Notebook durchgemessen werden, indem (von Notebook) ein Strom in den Widerstand eingespeist und die resultierende Spannung gemessen wird.
Da hast Du nun 20V aufgeschaltet ...

Du müsstest also verfolgen, wohin im Gerät die Leiterbahn vom Mittelpin der Buchse führt.
Ein Schaltplan wäre da natürlich sehr hilfreich!

Mit etwas Glück findet sich auf dem Mainboard eine aufgedruckte Bezeichnung, anhand der man den Plan ersuchmaschinen kann.

Wenn Du eine Menge Glück hast (Wahrscheinlichkeit eher gering), ist nur etwas Analogelektronik putt.
Für deutlich wahrscheinlicher halte ich es aus dem Stehgreif jedoch, dass Du mit den 20V den Chip gegrillt hast, der den Widerstand durchmisst. Und der wird sicherlich mit 5V, oder 3,3V arbeiten.
Im übelsten Fall sind wegen des dann möglichen (niederohmigen) Todes des Chips die 20V volle Pulle auf die 5V, bzw. 3,3V Versorgungsleitung geraten und haben dort dann im zweiten Schritt noch sonst was mit gebraten.

Sollte ich ohne Schaltplan die Sache einschätzen, dann würde ich die Wahrscheinlichkeit für einen schweren Defekt höher einschätzen, als dass es nur eine Kleinigkeit ist.

Aber versuche doch mal zu ermitteln, warum das Gerät momentan tot ist.
- Liegt ein Kurzschluss vor?
- Oder zieht das nackte Mainboard überhaupt keinen Strom mehr?

Arbeite Dich mal systematisch durch die hier beschriebenen Schritte:
Schnellkurs Notebook-Reparatur - Stromversorgungsprobleme
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3

Montag, 20. Februar 2017, 12:37

@EDV-Dompteur
Vielen Dank für die rasche Antworten!

Zu den Fragen:
Es liegt kein Kurzschluss vor.
Ich habe das Mainboard an ein Labornetzgerät mit Strom/Spannunganzeige angeschlossen, messe an den Lötkontakten der Buchse am Mainboard die
eingestellte Spannung von 20V, jedoch zieht das Mainboard absolut keinen Strom. Das ist mal die Erstdiagnose.

Hier die ersten Beiden Foto's. Ich hoffe man kann etwas erkennen.

Danke für den Schnellkurs-Tip, ich werde das zuerst durchlesen bevor ich sonst noch irgendwas mache.

Lg
Johannes
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EDV-Dompteur

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4

Montag, 20. Februar 2017, 18:30

Hallo maro,

das Mainboard solltest Du aber besser ausbauen. Fehlersuche macht man bei komplett "nackich" gemachtem MB.
Also nix Akku, nix WLAN-Karte ...
In diesem eingebauten Zustand kannst Du es ja noch gar nicht vollständig nach Verbrutzelungen abgesucht haben.

Wohin der Mittelpin führt, kann ich auf den Bildern leider nicht erkennen.
Ich schraube gleich mal Deine Rechte hoch, so dass Du u.a. fettere Bilder anhängen kannst.


Die Mainboardbezeichnung ist übrigens das hier (LA-...) - ich kann die Bezeichnung aber nicht voll entziffern.

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5

Dienstag, 21. Februar 2017, 10:58

Hallo EDV-Dompteur!

Vielen Dank für die erweiterten Rechte bezüglich größerer Bilddateien.
Das Mainboard war wegen Sichtprüfung der Platine bereits ausgebaut gewesen,
konnte aber keinerlei verdächtige angebratene oder durchgeschmorte Bauteile/Leiterbahnen entdecken - nicht einmal mit der Lupe.

Danach habe ich das Mainboard ohne WLAN-Modul, Festplatte und ohne Akku wieder eingebaut, Versorgungsspannung ran und gecheckt ob ein Kurzschluss vorhanden ist, dann Versorgungsspannung wieder getrennt.
Danach sukzessive WLAN-Modul, Festplatte, zuletzt Akku angeschlossen, dazwischen Versorgungspannung ran und den Strom gecheckt. Ich konnte bei allen Steps keinen Stromfluß bemerken.

So, das waren sozusagen die Grundchecks.

Gestern habe ich nach Deinem Reparatur-Leitfaden das Motherboard nocheinmal ausgebaut und zuerstmal die MOSFET's identifiziert.
Es sind hier zwei N-Kanal MOSFET's (ähnlich dem Schaltplan im Leitfaden, nur N-Kanal) in Reihe geschalten.
MOSFET1 SMD Bezeichnung 4634 = SI4634
MOSFET2 SMD Bezeichnung 4466 = AO4466 od. SI4466
Leider habe ich den IC nicht gefunden der die MOSFET's über Gate ansteuert.

Alle weiteren SMD Bauteile die in Reihe von der Versorgungspannungsbuchse bis zum Drain des ersten MOSFET's geschalten sind,
waren niederohmig (0 bis 0,1Ohm), also nehme ich an dass die SMD Bauteile OK sind.
Der Widerstand zwischen Drain des ersten MOSFET zu Masse gemessen ist hochohmig (MOhm), also nehme ich weiters an dass alle parallelgeschalteten SMD Kondensatoren zu Masse keinen Kurzschluss aufweisen.
(bei Kurzschluss hätte ich jeden SMD Kondensator einzeln abgelötet und auf KS getestet).

Der Diodentest der MOSFET's ergab:
MOSFET SI4634: DVM rot an S, DVM schwarz an D = 0,5V, DVM scwarz an S, DVM rot an D = 0V
MOSFET SI4466: DVM rot an S, DVM schwarz an D = 0,16V, DVM scwarz an S, DVM rot an D = 0V

So, jetzt Spannungsversorgung ran und Spannung am 1.MOSFET gemessen. D= 20V,S = 0V, G= vergessen zu messen ;-)
Wie auch immer 1.MOSFET sperrt, sollte aber nicht.
So, Spannungversorgung getrennt und Drahtbrücke an D des 1.MOSFET und D des 2.MOSFET angelötet.
Spannungsversorgung ran, Spannung liegt bis an D des 2.MOSFET an aber kein Stromfluß...
Ich muss sagen dass das Motherboard nicht ganz nackt war, den CPU Lüfter habe ich angesteckt lassen.
Zumindest habe ich bis dahin gehofft dass wenigsten der CPU Lüfter wenigstens einen Ruck macht, doch es passierte ... nichts.

Spannungsversorgung getrennt, Drahtbrücke abgelötet und mal mit der Lupe die Leiterbahn des Mittelpins der Versorgungsbuchse
verfolgt. Ich konnte noch zwei SMD-Bauteile auf der Leiterbahn entdecken, dann eindet die Leiterbahn bei einer Durchkontaktierung,
fand auf der Platinenunterseite zwar den Durchkontakt jedoch führt da keine Leiterbahn irgendwohin weg?
Offenbar geht der Weg im Multilayer weiter, konnte als somit den IC der den Mittelpin der Versorgung misst, nicht zuordnen.

Zur Bezeichnung des Mainboardes:
Hier handelt es sich um das Systemboard mit der FRU P/N: 00HT706
Weiter gibt es eine aufgedruckte Bezeichnung: ZIPS3 LA-A342P Rev: 1.0

Ich habe mich jetzt nicht getraut alle Bilder hochzuladen da sonst zuviel Webspace verbraten wird.
Hier mal einige Bilder wo hoffentlich Einiges zu erkennen ist (gerne gibt's mehr wenn benötigt).

Wie auch immer, ich denke dass hier was gröberes passiert sein muss und eine Reparatur wohl sehr aufwendig werden könnte und ob sich das überhaupt lohnt?


Lg
Johannes
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Dienstag, 21. Februar 2017, 11:13

Anbei noch ein entzifferter Schaltplan ...
»maro« hat folgendes Bild angehängt:
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EDV-Dompteur

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7

Dienstag, 21. Februar 2017, 11:56

Ich mache es mal ganz kurz - schau mal hier:

Versteckter Text Versteckter Text

Dieser Text wurde vom Autor versteckt.

Vielleicht erschlägt das schon den Großteil Deiner Fragen?
Sonst gezielt nachfragen.
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8

Dienstag, 21. Februar 2017, 14:49

Versteckter Text Versteckter Text

Dieser Text wurde vom Autor versteckt.

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9

Dienstag, 21. Februar 2017, 16:02

Hallo maro!

Deinen Text hättest Du übrigens nicht verstecken müssen; wir müssen auch nicht kriechen, vor blöden Abmahn-Geiern. Es reicht, wenn wir für die keinen Honeypott darstellen. Aber vielen Dank, für Deine vorausschauende Vorsichtigkeit!

Bezüglich Plan: Ja, ich habe nach "LA-A34" gesucht.
Einerseits findet sich genau diese Bezeichnung auf Deiner Platine, andererseits findet sich an anderer Stelle der selben Platine noch die ausführlichere Bezeichnung "LA-A342P".

Es scheint da also einige Untervarianten zu geben, mit - so vermutete ich - allenfalls kleinen Unterschieden.
Das gefundene Dokument ist für die Variante mit "1P" am Ende, statt "2P"

Generell sollte man sich jedenfalls merken, dass man oft besseren Erfolg hat, wenn man als Suchstring nicht das Gerätemodell verwendet, sondern die auf das Mainboard aufgedruckte Kennzeichnung.
Da mag zwar allerlei aufgedruckt sein, aber mit der Zeit bekommt man ein Gefühl dafür, was relevant ist.
Eine kryptische Zeichenfolge, die mit "LA-" anfängt, ist ganz typisch für eine Mainboardbezeichnung des Herstellers Compal.

Wenn man mit der vollen Bezeichnung als Suchstring keinen Erfolg hat, dann einfach mal die letzten Zeichen weglassen.
Oder nur die reinen Zahlen nehmen, unter Verzicht auf alle Buchstaben und Bindestriche etc.
Dann muss man sich halt mal durch 10-20 Treffer wühlen und den bestmöglichen heraus picken.

Oft ist es ja wurscht, ob da wirklich jedes Detail exakt überein stimmt.
Wenn ich beispielsweise Probleme mit einem bestimmten Schaltregler habe und weder dessen Datenblatt, noch einen zum MB passenden Schaltplan finden kann, dann ist der Plan eines anderen Mainboards, auf dem der gleiche Schaltregler verbaut ist, eine riesige Hilfe.

Manchmal sucht man auch einfach nach einem Vergleichstypen, für einen nicht mehr erhältlichen Baustein.
Und da haben sich für mich russische Foren als besonders ergiebige Quelle erwiesen. Da wird immer wieder mal gefragt, wer einen Ersatztypen für Bauteil xxxxx kennt. Und dann kommen oft gute Antworten. Man muss dazu kein Russisch können (wenngleich ich das Erlernen dieser Sprache sehr empfehlen kann - IMHO die zweitwichtigste Fremdsprache!), die Bezeichnungen sind ja in lateinischen Lettern und zur Not kann man mal 'nen Online-Übersetzer bemühen, wie z. B.:
https://translate.yandex.com/
oder
http://www.translate.ru/
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10

Dienstag, 21. Februar 2017, 17:13

Hallo!

Ich bin halt nur auf Nummer sicher gegangen, daher der hidden Text.

Zum Plan:
Soweit ich bis jetzt mit dem Motherboard vergleichen konnte, viele Bauteile scheinen ident zu sein.
Ich habe die Seite 33-35 noch nicht ganz entziffert. Das dauert noch ein Wengerl ... :193: .
Vor ein paar Jahren konnte ich noch relativ gut Schematics von Fernsehern (nicht die heutigen Flachflimmer, sondern Röhrenkisten) lesen.
Durch Familie, Jobwechsel IT (mehr Softwarelastig) und sonstige Lebenseinschnitte verkümmerten in meinen Aquasefalus die Synapsen für Elektronik.
Aber ... ein paar sind noch da und die Versuch ich gerade zu stimulieren. Ist doch irgendwie schön vor einem Schaltplan zu sitzen und grübeln, oder nicht? ;-)

Lg,
Johannes

11

Dienstag, 21. Februar 2017, 20:04

Der Plan scheint mit der Systemplatine doch divergenter zu sein als gehofft...
Auch finde ich unter bereit genannten Link keinen Schaltplan für LA-A342P, ebensowenig bei den russischen Seiten.

Lg
Johannes

EDV-Dompteur

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12

Dienstag, 21. Februar 2017, 21:16

Finde ich so auf die Schnelle auch nicht.

Es ist normal, dass man dann Detektiv spielen muss, geht mir auch dauernd so.
Aber wie ist denn jetzt der aktuelle Stand? Verstehe ich Dich richtig:
Du hast beide Eingangs-MOSFETs überbrückt, misst hinter dem zweiten Mosi die 20V, aber es fließt weiterhin kein Eingangsstrom?

Auf Seite 36 ist als Schaltregler für 5V/3,3V ein RT8243 angegeben. Findest Du so einen Baustein auf Deinem Mainboard?
Das Ding ist quadratisch, misst 3x3mm und hat an jeder Seite fünf Pins.
Er ist umgeben von vier MOSFETs, zwei Induktivitäten und zwei Elkos. - Ein auffälliges Gespann.

Dieser Regler muss immer laufen, sonst kann nix weiter passieren. Aber wenn der läuft, dann zieht das MB auch einen kleinen Strom, so einige Milliampere. Er scheint demnach nicht zu laufen. Die Ursache müssen wir jetzt finden!

Damit der Schaltregler laufen kann, müssen die 20V bei ihm ankommen. Überprüfe das bitte.
(Geht am schnellsten, wenn Du am Kondensator bei seinem Spannungsversorgungseingang misst - Pin 11.)

Wenn dort 20V ankommen UND die Signale an seinen diversen Enable-Eingängen es zulassen(!), dann muss der Schaltregler seinen Job tun.
Tut er das nicht, dann ist er entweder tot (wahrscheinlichste Ursache), oder er mault, weil er 'nen defekten MOSFET detektiert und daher abschaltet.


Der RT8243 ist aber kein reiner Schaltregler, sondern er beinhaltet darüber hinaus auch lineare LDOs. Derer anscheinend zwei (suche mal dessen Datenblatt im Netz, da wird man bestimmt eher draus schlau).
Arbeiten die LDOs?
- Wenn nicht, trotz 20V an Pin 11 und korrekten Enable-Signalen, dann ist der Baustein in Deinem Fall garantiert hinüber!

Wenn der Regler aber deshalb nicht läuft, weil seine Enable-Eingänge es verhindern, dann musst Du dafür die Ursache finden.
Ohne mich da jetzt weiter zu vertiefen: Das KANN bei manchen Boarddesigns an einem korrupten BIOS liegen.

Die Einschaltsequenz findest Du auf Seite 4.
Daraus geht hervor, was passieren muss, bevor der Schaltregler startet. - Nicht viel: Spannung (also die 20V) muss vorhanden sein und die LDOs müssen funzen. Dass die funzen ist nämlich die Bedingung, dass auch die beiden Schaltreglerstufen Gas geben können, weil deren Enable-Eingänge letztendlich aus den LDO-Spannungen bedient werden.
(Wird klarer, wenn man mal die Signalnamen verfolgt.)

Wenn die LDOs funzen, aber die Enable-Eingänge der Schaltreglerstufen dennoch nicht bedient werden, dann ... äh ... wäre ein korrekter Schaltplan in der Tat nützlich! Denn dann passiert was Ungutes zwischen LDO-Ausgang und Schaltstufen-Enable.

Aber wenn Dein MB eine einere Macke haben sollte, als die zuletzt erwähnte, dann müsste man auch ohne passendem Plan zurecht kommen.


Ich glaube, das BIOS kann bei diesem Design nicht alles derart ins Koma befördern. Aber um das genau sagen zu können, müsste ich mich da jetzt ganz intensiv in das Design vertiefen.
Überprüfe also mal die obigen Punkte und berichte dann!
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

- Technische Fragen zu Eigenreparaturen bitte nur öffentlich im Forum stellen! -
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Dienstag, 7. März 2017, 22:44

beitrag für versteckent text ;)

... bitte weiter machen ;)

lg gaga