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Sonntag, 25. März 2018, 23:38

DELL XPS 15 9550 Kein Post nur Power LED

Guten Abend,

erstmal Hallo von meiner Seite und ein großes Lob an die Anleitungen. Wirklich mit viel Liebe gemacht :)

Deneoch konnte es mir bei meinem Problemkind Dell XPS 15 9550 noch nicht weiter helfen.

Das Gerät startet leider nicht mehr. Ging von jetzt auf gleich noch dem Versuch ins Bootmenü zu gelangen aus und blieb dann dunkel.
Nur noch die Power-LED geht beim drücken des Powerknopfes noch an. Desweiteren funktioniert noch die Ladeanzeige über 5 LEDs die über den gleichen Controller (UE3) gesteuert werden wie der Powerknopf.

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(Hoffe jemand hat Lust und Laune mal zu schauen :-S )

Habe deshalb alle Spannung kontrolliert. Standbyspannungen 3V/5V sind soweit vorhanden erklärt auch die Funktion des UE3 Chips (Seite 48).
Desweiteren werden 1V über PU500 noch erzeugt. Steuersignal hierfür kommt auch von UE3.
Nur leider werden alle anderen Spannungsregler nicht von UE3 geschaltet. Wie z.B PU600 dort fehlt das Signal: RUN_ON von UE3.

Könnte es an einem defekten Controller UE3 liegen? Oder wirklich nur ein Kanal des Controllers defekt?
Habe in diese Richtung leider absolut keine Erfahrung.

Was muss alles für einen Start des Systems versorgt sein und was wären typische Signale?
PCH und SIO? Die Spannung liegen auch soweit an beiden Chips an nur passiert eben sonst nichts weiter.

Stromaufnahme des Bords ändert sich leider auch fast nicht beim einschalten. Nur die LED erklärt den geringen anstieg.

Vielleicht hat ja noch jemand eine Idee...ich bin leider am Ende und erkläre mir es nur noch mit einem Defekt an UE3 oder vielleicht bin ich auch total auf dem Holzweg... :'-(

Danke schon mal im Voraus.
Glücklich um jede Idee :-)

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Montag, 26. März 2018, 03:46

Hall Julianino,

Weblinks auf Dateien, deren Copyright nicht 100% klar ist, bitte immer in eine Hide-Box verfrachten (habe ich mal nachgeholt).
Ich habe Dich übrigens gleich mal in den erlauchten Kreis derer aufgenommen, die Zugriff auf die Inhalte von Hide-Boxen haben.

Den Plan habe ich nicht heruntergeladen, denn aus Sicherheitsgründen mag ich auf mir unbekannten Hostern keine Skripte freischalteten, was für den Download aber nötig wäre.
Ich beantworte Deine Fragen daher "trocken", ohne den Plan gesehen zu haben.


Standbyspannungen 3V/5V sind soweit vorhanden erklärt auch die Funktion des UE3 Chips (Seite 48).
Das ist schon mal die halbe Miete.
Der "UE3" wird sicherlich der Embedded Controller sein, nehme ich mal an (ein Chip mit typischerweise 128 Pins).


Könnte es an einem defekten Controller UE3 liegen? Oder wirklich nur ein Kanal des Controllers defekt?
Kann zwar sein, aber weil wir uns das wahrhaftig nicht wünschen, suchen wir den Fehler vorerst lieber woanders. :-)


Was muss alles für einen Start des Systems versorgt sein und was wären typische Signale?
Wenn die 5V und 3,3V vorhanden sind, dann liegen die 19V überall dort an, wo sie es sollen: An allen anderen Schaltreglern.
Und wenn nach dem Betätigen des Einschalttasters sich irgendwas an den LEDs tut, dann ist bereits gegeben, dass der Taster und seine Zuleitung funktionieren, sowie dass der EC grundlegend gewillt ist, etwas zu tun.


Stromaufnahme des Bords ändert sich leider auch fast nicht beim einschalten. Nur die LED erklärt den geringen anstieg.
Und hier hakte ich mal nach: Wie hast Du das ermittelt?
Digitales Multimeter? - Ungeeignet!
Besser: Oszilloskop, oder zur Not (und mit Abstrichen) ein analoges Amperemeter.

Versuche mal herauszufinden, ob nach Betätigung des Einschalttasters der Strombedarf wenigstens ganz kurzzeitig ein gutes Stück höher springt, als es allein durch die LED zu erklären wäre.
Es kann sein, dass einer der Schaltwandler entweder defekt ist, oder dass dahinter ein Kurzschluss vorliegt, so dass er gleich wieder abschaltet.

Wenn die Schaltwandler alle laufen würden, dann würden sie alle ein "Power-good"-Signal liefern, das entweder vom EC, oder von einem separaten Baustein ausgewertet wird.
Wenn einer der Wandler dieses Signal aber nicht liefert, dann greift ein Mechanismus, der zumeist alle Wandler (zumeist außer 5V und 3,3V) wieder abschaltet. Sprich: Die Enable-Signale werden weg genommen.

Es gibt da diverse Schaltvarianten und wie erwähnt habe ich den Plan nicht gesehen, antworte also "trocken" und schreibe sehr allgemein gehalten.

Hardware-Defekte würden sich jedenfalls meistens dadurch verraten, dass der Eingangsstrom kurz hoch geht. Es sei denn, der Upper-MOSFET eines Wandlers kann nicht durchgeschaltet werden.

Wenn Du ein Oszi hast, dann überprüfe doch mal die Enable-Signale an allen Schaltwandlern.
Der EC versucht nach Betätigung des Einschalttasters, alle übrigen Schaltwandler der Reihe nach zu aktivieren und überprüft jeweils, ob das Power-Good-Signal kommt.
Kommt eines davon nicht, dann dann schaltet der EC (oder ein separater Spannungswächter) die Wandler allesamt wieder ab, bzw gibt denen, die danach an der Reihe wären, das Enable-Signal gar nicht erst.
Du musst also an wirklich allen Wandlern das Enable-Signal per Oszi kontrollieren und Deine Schlüsse daraus ziehen.

Ein guter Trick, um die Sache schneller einzukreisen, ist die Verwendung meiner berühmten Indikatoren. Auf jede Spule so ein Ding stellen und schauen, was passiert.
Man erkennt es schon mit bloßem Auge (aber besser per Kamera), dass die Wandler minimal zeitversetzt nacheinander aktiviert werden.
Wenn im Einschaltmoment nicht alle Wandler kommen, dann liegt der Fehler entweder beim zuletzt aktiv gewordenen Wandler, oder bei dem, der bei gesundem Gerät als nächstes an die Reihe kommen würde.


Abgesehen von Hardware-Defekten kann es noch am BIOS liegen, wenn die Wandler vom EC nicht angesteuert werden.
Wie erwähnt ist es halt der EC, der die Wandler der Reihe nach aktiviert. Aber was der EC tut, richtet sich sehr weitgehend danach, was das BIOS ihm flüstert. Ein total vermurkstes BIOS kann daher dafür verantwortlich sein (und ist es auch gar nicht selten), dass der EC die Wandler nicht aktiviert.
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3

Montag, 26. März 2018, 17:46

Danke schon einmal für die schnelle Antwort. :-D

Wo darf ich den Plan denn hochladen das nächsten mal?
Habe das Pdf jetzt etwas verkleinert.
Bilder hänge ich auch mit an.

Ja es ist ein EC mit integriertem Speicher wenn ich das Datenblatt richtig verstanden habe.
List der EC wirklich Daten über den Chipsatz von SPI Flash?
Dachte der EC arbeitet dort einfach seine eigene Routine ab, könnte aer den Defekt unter umständen erklären.

Desweiteren liegen wie du schon sagtest überall die 19V sauber an so wie die 3V und 5V.

Einen Teil der Spannungsregler steuert der EC auch richtig an und akteviert diese. Zum Beispiel die 1V-Regler.

Daher würde mich ein defekt des EC eigentlich auch wundern.

Die Stromaufnahme messe ich über ein Labornetzteil, dort ist leider kein ansteigen des Stromes sichtbar gewesen beim Drücker der PBTN.

Werde wohl nicht herum kommen es doch nochmals sauber mit dem Oszi zu messen das Enable-Signal.

Sollte an dieser stelle auch erwähnen das ich den BIOS-Flash-Chip schon getauscht habe gegen einen neu prgrammierten (Ebay). Daher gehe ich davon dieser passt.
Würde es unter Umständen Sinn machen Chipsatz und EC-Chip einmal unter der Infrarot-Lötstation zu erwärmen?


Wenn mir vielleicht noch jemand kurz erklärt wie ich in die Zitate einbinde? Oder besser den Verfasser des original Textest?
Stelle mich gerade glaube ich etwas an.... ?-(

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Montag, 26. März 2018, 19:06

Wo darf ich den Plan denn hochladen das nächsten mal?
Gute Frage ...
Irgendwo hast Du den Plan doch selbst her. Ist der von der ursprünglichen Quelle ohne Scripte downloadbar?


Wenn mir vielleicht noch jemand kurz erklärt wie ich in die Zitate einbinde? Oder besser den Verfasser des original Textest?
So:
Tipps zum Beitragseditor


List der EC wirklich Daten über den Chipsatz von SPI Flash?
Anders ist es wohl nicht zu erklären, dass geschredderte Daten im BIOS-Chip die Macht haben, das Aktivieren der Schaltregler zu unterbinden.
Das genaue Zusammenspiel zwischen den 1-2 BIOS-Chips und dem EC-Chip (von dem es ja auch noch unterschiedliche Varianten gibt) ist mir zwar selbst in weitem Maße unklar, aber oft kommt man mit "Black-Box-Denken" dennoch gut zum Ziel.

Bei den meisten (aber nicht allen) Designs hängt der BIOS-Chip direkt am EC. Und mit schadhaften Daten im BIOS-Chip werden die Wandler nicht aktiviert. Oder gleich wieder deaktiviert ...

Die Seiten 32 und 53 im Plan machen Aussagen, über die Power Sequence.


Die Stromaufnahme messe ich über ein Labornetzteil, dort ist leider kein ansteigen des Stromes sichtbar gewesen beim Drücker der PBTN.
Das Amperemeter im Labornetzteil ist dafür auch nicht das Mittel der Wahl, da zu träge.
Bei einem ordnungsgemäß laufenden Rechner würdest Du natürlich etwas vom erhöhten Strombedarf bemerken, aber wenn ein MB lediglich "gerne würde", aber "nicht kann", dann treten unter Umständen nur kurze Strompulse auf, die ein Digitalmessgerät nicht unbedingt bemerken muss.

Ulkigerweise ist ein Satz meiner simplen Indikatoren daher oftmals besser tauglich, als ein viel aufwändigeres, digitales Amperemeter.
Ein Oszi ist zwar theoretisch noch besser, aber da hat man entweder viel zu wenige Kanäle, oder man hat das Problem, mehrere Kanäle gleichzeitig zu kontaktieren.
Darum verwende ich zuerst die Indikatoren und nutze das Oszi anschließend nur dort, wo mal genauer geschaut werden muss. Und da komme ich dann zumeist mit einem einzigen Kanal aus.


Sollte an dieser stelle auch erwähnen das ich den BIOS-Flash-Chip schon getauscht habe gegen einen neu prgrammierten (Ebay). Daher gehe ich davon dieser passt.
Tja, mit bestellten, fertig geflashten Chips habe ich auch nicht immer den erwarteten Erfolg gehabt.


Würde es unter Umständen Sinn machen Chipsatz und EC-Chip einmal unter der Infrarot-Lötstation zu erwärmen?
Ich persönlich lasse die Hände von großflächigen BGA-Chips. Und ich habe auch keine guten Erfahrungen mit Kollegen gemacht, die so einen Reflow anbieten, ganz egal wie gut deren Ausstattung war.
Von billigen BGA-Schaschinen halte ich rein gar nichts (langes Thema!), aber selbst wenn andere Anbieter (angeblich) mit dem vollautomatischen Löt-"Roboter" von Ersa gearbeitet haben (die Maschine zu heftigen 150.000,- EUR), haperte es dennoch immer wieder an der Langlebigkeit der Reparatur.
Bezüglich BGA-Reflow bin ich echt gebranntes Kind. Ich biete es schon seit Jahren nicht mehr an und kann auch keinen anderen Anbieter aufrichtig empfehlen. Ganz egal, womit er prahlt.

Der Embedded Controller ist - verglichen mit BGAs - schon wesentlich gutmütiger, aber ich musste in 14 Jahren noch niemals einen EC nachlöten.
Schlimmstenfalls mal austauschen, aber das ist sowas von selten!


Mache doch einfach das, was ich empfohlen hatte und kontrolliere zunächst mal die Enable-Signale der Schaltwandler!
Wenn die nicht kommen, dann ist das BIOS der erste Verdächtige.
Wenn Du den BIOS-Chip schon selbst ausgetauscht hast, dann erst recht. Man hat mit bestellten Chips halt nicht immer Erfolg. Warum auch immer.

Nur wenn 100%ige Sicherheit besteht, dass ein definitiv intaktes BIOS eingelötet wurde (weil Kreuztausch mit Komponenten aus intaktem, identischem Gerät) und die Enables noch immer nicht kommen, würde ich den EC konkret verdächtigen.
Aber da geht man echt nicht gerne bei, denn wenn der intern Parameter gespeichert hat, dann ist es mit dem Austausch des Chips nicht unbedingt getan ...
Und was man dann an der Backe hat, kann echt garstig sein!

Es ist jedenfalls sooooo selten, dass man ernsthaft mal Probleme mit dem EC hat, dass ich sehr dazu raten würde, zuerst ausgiebig alle anderen Fehlermöglichkeiten zu untersuchen.
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

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Montag, 26. März 2018, 20:07

Nachtrag:
Ich sehe gerade, dass Du eines von diesen Designs hast, wo das BIOS nicht am Embedded Controller hängt, sondern direkt an dem dicken Intel-BGA.

Hmmm, das mag die "Chance" erhöhen, dass bei Dir doch der EC 'ne Macke hat.
Aber festlegen mag ich mich da nicht, da muss man sich schon sehr in die Sache hinein vertiefen, um das genaue Zusammenspiel zwischen BIOS und EC klarer zu kriegen. Die Zeit habe ich einfach nicht.

Übrigens verwende ich die Begriffe "BIOS" und "UEFI" gerne synonym, weil es aus elektrischer Sicht kein Unterschied ist.

Jedenfalls: Wenn die einzelnen Schaltwandler nicht aktiviert werden, dann ist wohl intensives Studium des Datenblattes von diesem MEC5085 (UE3) angesagt ... na herzlichen Glühstrumpf! :-S
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Montag, 26. März 2018, 20:31

Ok jetzt habe ich das System verstanden. Sehr schön gelöst.
Die Seiten 32 und 53 im Plan machen Aussagen, über die Power Sequence.
Also müssten die Spannungen von der Seite 53 von oben herab eingeschaltet werden?
TPS51285B (3V/5V)arbeitet ja ganz normal genaus so wie die nächste Spannung an SY8206D(1V).
Ab Seite 59 scheitert es dann. Müsste der das Enable an PIN 7 oder 8 kommen? Finde leider kein Datenblatt.
Darum verwende ich zuerst die Indikatoren und nutze das Oszi anschließend nur dort, wo mal genauer geschaut werden muss. Und da komme ich dann zumeist mit einem einzigen Kanal aus.
Ja werde mir morgen die Indikatoren mal in der Arbeit bauen und ein Vernünftiges Oszi mitnhemen.
Denke dann müsste ich mehr sehen und hoffentlich erfolg haben.

Tja, mit bestellten, fertig geflashten Chips habe ich auch nicht immer den erwarteten Erfolg gehabt.
Ja habe mir davon eindeutig mehr erhoft. Habe leider selbst nur eine CH341A aus China und vertraue dem Ding leider nicht wirklich.
Die Chips ( UT5 und UT2) habe ich damit ausgelesen im eingebauten Zustand und diese weisen die gleichen Daten auf wie einige BIOS .bins aus dem Internet für angeblich diese Chips. Nur beim UH8 dem 16MByte welchen ich dann ersetzte bekam ich leider oft Fehler beim Write/Verify. Nur leider ist es eben mit dem Ersatz auch nicht besser. Kommischerweise messe ich hier auch kein Clock-Signal am Chip beim einschalten. Wodruch ich dachte dieser wird erst später gelesen. Wenn der Chipsatz UH2 anläuft.

Desweiteren kann ich diesen Chip(UH8) nur im ausgebauten Zustand auslesn und schreiben. Im Bord ist es nicht möglich. Kann doch hier das Problem liegen??? :-S
Ich persönlich lasse die Hände von großflächigen BGA-Chips. Und ich habe auch keine guten Erfahrungen mit Kollegen gemacht, die so einen Reflow anbieten, ganz egal wie gut deren Ausstattung war.
Von billigen BGA-Schaschinen halte ich rein gar nichts (langes Thema!), aber selbst wenn andere Anbieter (angeblich) mit dem vollautomatischen Löt-"Roboter" von Ersa gearbeitet haben (die Maschine zu heftigen 150.000,- EUR), haperte es dennoch immer wieder an der Langlebigkeit der Reparatur.
Bezüglich BGA-Reflow bin ich echt gebranntes Kind. Ich biete es schon seit Jahren nicht mehr an und kann auch keinen anderen Anbieter aufrichtig empfehlen. Ganz egal, womit er prahlt.

Der Embedded Controller ist - verglichen mit BGAs - schon wesentlich gutmütiger, aber ich musste in 14 Jahren noch niemals einen EC nachlöten.
Schlimmstenfalls mal austauschen, aber das ist sowas von selten!
Habe damit eben selbst auch keine Erfahrung. Werden bei uns in der Firma aber täglich in der Fertigung benutzt. Daher wollte ich mich einfach mal imfomieren ob dort bekannte Probleme vorliegen im Bereich Laptops.


Genau das war ja mein Gedanke. Der Flash hängt direkt am Chipsatz von Intel und der EC hat scheinbar intern einen Flash-Sepicher. Kann per JTAG angesprochen werden. Mein Gedanke war das der Chipsatz sich vlt irgendwo/wie eim EC meldet und dann erst dort weiter gearbeitet wird(Denn die Spannungen für den Chipsatz von Intel stehen an und sind stabil). Sind eben gerade drei Faktoren die mich daran hintern wirklich weiter zu kommen.
EC-Flash-Chipsatz dieses Zusammenspiel müsste ich einmal verstehen... Wohl wunschdenken.

Würde den Aufwand wohl auvh nicht betreiben wenn DELL für das Tauschboard nicht 1700€ haben möchte. Tut mir eindeutig weh nach 2 Jahren Benutzung. Aber ja genung gejammert... :-D

Danke jedenfalls schon einmal :189:

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Dienstag, 27. März 2018, 01:05

Also müssten die Spannungen von der Seite 53 von oben herab eingeschaltet werden?
Ich finde den Plan diesbezüglich auch nicht gerade glasklar, aber da die Seite mit "Power Sequence Diagram" beschriftet ist, würde ich schon annehmen, dass das passt.
Kann man ja stichprobenhaft überprüfen. Paar Indikatoren plus Kamera - schnell gemacht.

Dass der Wandler für 5V/3,3V ganz oben in der Sequenz steht, passt jedenfalls schon mal.
Auch dass im Diagramm die ganz fetten Stromquellen zuletzt kommen, finde ich plausibel.


Ab Seite 59 scheitert es dann. Müsste der das Enable an PIN 7 oder 8 kommen? Finde leider kein Datenblatt.
Au, schwierig. Die kommen beide in Betracht, auch wenn man mal die Signalnamen rückverfolgt.
Was die Sache kompliziert macht, ist dass bei diesem Design noch diverse Gatter davor hängen, der Chip wird also nicht direkt vom EC freigeschaltet.
Andererseits ist das insofern schön, weil man da mehr Chancen hat, was zu reparieren, oder mal temporär ein Signal aufzuschalten, für Testzwecke.

Möglicherweise ist der Chip kompatibel zum RT8231 von Richtec.
Muttu mal selbst recherchieren. Hier ein erster Link:
http://www.s-manuals.com/ru/datasheet/rt8231


Für ganz hartnäckige Fälle noch ein etwas rabiat anmutender Tipp:
IC-Ausgänge sind meistens in der Lage, ein paar Milliampere herzugeben. Kurzfristig sowieso.
Wenn man an einem vermuteten Enable-Eingang beispielsweise ein Low misst und gerne testen möchte, ob der Chip werkelt, wenn man ihm dort ein High aufzwingt, dann einfach einen bedrahteten Widerstand in Reihe mit einer CR2032 gegen Masse dort kurz antippen.
Widerstand so bemessen, dass 10 Milliampere fließen können. Kurzfristig sollte das jeder treibende IC-Ausgang abkönnen, wenn er damit beaufschlagt wird.
Bei 5V-Chips natürlich die Spannung von einer 5V-Quelle nehmen, statt von der CR2032.
Sinn der Aktion ist die Hoffnung, dass man mit dieser Einspeisung gegenüber dem eigentlichen Signaltrieber überwiegt.
Stichwort: Signalinjektor.
(Macht man normalerweise eleganter, mit mehr Aufwand, aber es geht auch so).

Also Indikator auf die Wandlerspule stellen und mit dem Widerstand dem (vermuteten) Enable kurz ein Signal aufzwingen. Wenn der Indikator kurz aufblitzt, dann Treffer!

Ganz prima kurzschlusssicher geht das übrigens, wenn man sich eine Testspitze aus einer Stecknadel bastelt, die man mit ganz dünnem Schrumpfschlauch überzieht, der vorne genau bündig(!) mit der Nadelspitze abschließt.
Der Schlauch ist flexibel, die Nadel aber nicht. Darum kann man mit dem äußersten Ende gegen einen Pin stechen und bekommt sicheren Kontakt. Man ist durch den Schlauch aber gegen seitliches Abrutschen geschützt.


Die Chips ( UT5 und UT2) habe ich damit ausgelesen im eingebauten Zustand
Das klappt bei mir nie.
Bzw. es kann nur dann überhaupt klappen, wenn der Platinendesigner so schlau war, das Layout dafür auszulegen.
Und selbst dann klappt es nur dann, wenn die Strippe vom Programmiergerät zu der Testklemme nicht zu lang ist, für die Auslesefrequenz.
Stichworte: Signalreflexion, Terminierung.


Per JTAG hätte man theoretisch wohl alle Möglichkeiten dieser Welt, aber ich hätte nicht die Spur einer Ahnung, wie man ernsthaft JTAG anwenden könnte, im Rahmen einer Reparatur.
Wenn man den ganzen Tag stets immer nur identische Boards zur Reparatur auf dem Tisch hätte, nebst intimsten Informationen über alle Details dieser Boards, dann sähe es anders aus. Aber das trifft schon auf mich nicht zu und auf Dich wohl erst recht nicht.


Habe damit eben selbst auch keine Erfahrung. Werden bei uns in der Firma aber täglich in der Fertigung benutzt.
Dass BGAs in der Fertigung keine ernsten Probleme machen, ist unbestritten. Alles in den Ofen und gut.
Reparatur ist da aber eine andere Hausnummer.

Ich habe schon mehrfach viel dazu im Forum geschrieben, meist unter dem Stichwort "Grafikchip".
Was ich da bisher stets ausgespart habe, das sind meine (potenziell noch viel längeren) Ergüsse zu billigen Rework-Stationen.

Einfach mal dieses Video schauen, die interessante Stelle ist bei 7:25
https://www.youtube.com/watch?v=zWLC_O1XBhY

Da biegt das Board durch, dass mir die Tränen kommen! Und das unweigerlich, denn die Art, wie die Platine in so einer Station gehalten wird, und die Tatsache, dass das Epoxid der Leiterplatte nahe der Löttemperatur weich wird, können in der Summe gar nichts anderes erwarten lassen.
Irgendwann kühlt alles wieder ab, das Lot erstarrt, alles kühlt noch weiter ab, verformt sich ... und man hat die mechanische Spannung sozusagen "eingefroren". Nur eine Frage der Zeit, bis erste BGA-Pins wieder vom Board abplatzen.
Um thermisch bedingte, mechanische Spannung weitgehend zu vermeiden, ist IMHO ein viel heftigerer Zirkus notwendig, als er mit solchen Rework-Stationen überhaupt machbar wäre.

Man muss das alte Lot nunmal herunter holen. Dazu muss man mit Entlötlitze (oder einer elektrischen Saugpumpe) etwas Druck ausüben, bei großflächiger Erhitzung, wo das Epoxid halt weich ist.
Eine Platine leidet enorm unter einer BGA-Raparatur. Fertigung ist dagegen ein Klacks.



(Boah, was mache ich hier eigentlich? Ich habe irre viel zu tun und schreibe wieder ellenlange Postings!)
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Sonntag, 15. April 2018, 11:01

So jetzt muss ich mich nochmals melden.

Konnte einen kleinen Erfolg erzielen. EC läuft wieder nach dem ich ihn und alle BIOS Chips neu bespielt hatte.
Kann nun wieder einen Displaytest ausführen und bekomme einen Fehlercode per Blinken (sagt jetzt laut herstellerangaben) : CPU Error.
Lüfter laufen jetzt hoch und System startet immer wieder neu aber immer noch kein Post.

Habe dann VCC_Core angeschaut und siehe da 2 von 3 Core Spannungen fehlen (Seite 64-66 im pdf).
Versorgungsspannung liegt an den MOSFETS an wird aber nicht durchgeschaltet ebenso ein EN-Signal und die Versorgungsspannung. Es kommt nur kein PWM-Signal vom Kontroller. Dieses steht im Tri-State bei 2,5V permanent an. Außer beim funktionsfähigem Regler PU1302 auf Seite 66. Dieser erhält ein PWM-Signal und regelt auch etwa 1V am Ausgang.

Daher gehe ich erstmal davon aus der Regler auf Seite 64 verrichtet seine Arbeit....?!?

Habe denn Widerstand gegen Masse nach den Spulen gemessen. Liegt etwa bei 4 Ohm. Da ich vermutet die CPU hat dann vielleicht einen Kurzschluss und deshalb fallen die Regler aus schaut aber für mich nicht so aus die 4 Ohm klingen doch vernünftig?
Die Elkos nach den Spulen schauen auch noch super aus.

Jetzt bin ich zwa einen Schritt weiter aber immer noch nicht wirklich schlauer. ROTFL

Hänge mal noch die pdf für die MOSFETS an vielleicht hat noch jemand eine Idee oder kennt Bauteile die hier typischerweise zu Problemen führen?
Werde ja wohl diese Regler wieder zum laufen bekommen.
»Julianino« hat folgende Datei angehängt:
  • AOZ5019QI.pdf (625,19 kB - 8 mal heruntergeladen - zuletzt: 11. Mai 2018, 03:08)

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Sonntag, 15. April 2018, 13:13

EC läuft wieder nach dem ich ihn und alle BIOS Chips neu bespielt hatte.
Du hast den EC neu bespielt? Respekt!
Wo hast Du die Daten her, die dort hinein gehören?
Und wie bist Du dabei im Detail vorgegangen?


Versorgungsspannung liegt an den MOSFETS an wird aber nicht durchgeschaltet ebenso ein EN-Signal und die Versorgungsspannung. Es kommt nur kein PWM-Signal vom Kontroller. Dieses steht im Tri-State bei 2,5V permanent an.
Hmm, die PWM-Signale kommen alle von diesem PU1100 auf Seite 64.
Der wertet aber auch die ganzen Sense-Signale aus, wie ISEN1_VCORE, ISEN2_VCORE etc.
Es kann also sein, dass dem PU1100 irgendwas am gemessenen Strom nicht schmeckt und er deshalb die PWM abschaltet.

Der PU1100 misst ja offensichtlich den Strom, der da durch die Spulen fließt, wobei diese als Shuntwiderstände missbraucht werden.
Das ist aber ulkig, weil die Spulen nun alles andere als lineare Widerstände sind. PU1100 wird also die Spannungen vor und hinter der Spule vergleichen und da kluge Dinge herausorakeln; was wahrlich nicht gerade trivial ist, immerhin tobt auf jener Seite der Spule, die vom Schaltregler-IC bedient wird, das blanke Chaos, wohingegen sich auf der Ausgangsseite eine nahezu glatte Gleichspannung einstellt - vom Rest-Ripple abgesehen.
Es wird also nicht leicht sein, dem PU1100 mal künstlich ein Sense-Signal aufzuwingen, das ihn denken lässt, der Wandler würde ordnungsgemäß arbeiten.

Übrigens habe ich Zweifel, ob der Schaltplan korrekt ist. Denn hinter den Spulen PL1200, PL1201, PL1202 sehe ich keine Ladekondensatoren.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es ohne die geht.
Bei drei Schaltwandlern für +VCC_CORE ist jedenfalls davon auszugehen, dass die um 120 Grad phasenverschoben angesteuert werden, damit in den Tastlücken eines Wandlers die jeweils anderen beiden einspringen. Aber ganz ohne Kondensatoren finde ich das trotzdem reichlich gewagt.

Leider ist im Schaltplan auch kein Lötjumper hinter den drei Spulen eingezeichnet. Wenn das mit dem Layout übereinstimmt, dann ist es folglich nicht einfach möglich, die Wandler mal testweise von der Last abzuklemmen und entweder im Leerlauf, oder an einem fetten(!) Lastwiderstand zu betreiben.
Ich hätte zwar Idee, wie man die Wandler dennoch testen könnte, aber leider nur sehr sehr aufwändig. :-(
Einfacher dürfte es sein, einfach mal auf "Gut Glück" die drei Wandlerchips auszutauschen.

Zuvor kannst Du noch folgendes testen: Löte doch mal die drei Spulen aus und messe dann im Layout an deren Pad von Pin 1 den Widerstand zu Masse.
Vielleicht tanzt einer der Werte aus der Reihe?
Wenn ja, dann mal den Kondensator beäugeln, der jeweils links von der Spule über einen Widerstand nach Masse geschaltet ist. Vielleicht ist ja einer von denen durch.
Wenn nicht, und wenn tatächlich am jeweils linken Pad für die Spulen einer der drei Messwerte aus der Reihe tanzt, dann wird der zugehörige Schaltwandler-IC wohl im Dutt sein.

Hoffen wir mal, dass es lediglich sowas ist und das nicht etwa der PU1100 'ne Macke hat, oder im Bereich von +VCC_CORE was faul ist.
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Sonntag, 15. April 2018, 13:19

Nachtrag:
Und schau doch mal mit dem Oszi, ob die drei PWM-Signale wenigstens ganz kurzzeitig kommen.
Wenn ja, dann wird der PU1100 wohl intakt sein. Das wäre schon mal schön!

Dann mal am linken Pad der drei Spulen messen, ob auch da kurzzeitig was kommt, also ob der jeweilige Wandlerchip gerne arbeiten würde, jedoch sofort wieder aufgibt.
Das wäre ein Zeichen, dass auch die Wandler OK sind, aber im Bereich von +VCC_CORE etwas faul ist.

Hast Du mal die Indikatoren gebastelt?
Blitzen die kurz auf, wenn Du sie auf die drei Spulen stellst?
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11

Sonntag, 15. April 2018, 15:04

Du hast den EC neu bespielt? Respekt!
Wo hast Du die Daten her, die dort hinein gehören?
Und wie bist Du dabei im Detail vorgegangen?
Ja glücklicherweise ha der EC einen unbestückten Stecker auf der Platine. Dort habe ih mich mit hilfe von Lackdraht draufgeschalten.... Großartiger Pfusch aber es führte zum Erflog.
Habe Spaßhalber einen Intakte Platine erworben bei der nur die RAM-Sockel defekt waren. Dort habe ich den EC ausgelesen mit hilfe eines JTAG-Programmers und dann eben das gleiche Spiel auf defekten Platine.
Siehe da... Die Lüfter drehten hoch und einige weitere Wandler sterteten die Arbeit.

Hmm, die PWM-Signale kommen alle von diesem PU1100 auf Seite 64.
Der wertet aber auch die ganzen Sense-Signale aus, wie ISEN1_VCORE, ISEN2_VCORE etc.
Es kann also sein, dass dem PU1100 irgendwas am gemessenen Strom nicht schmeckt und er deshalb die PWM abschaltet.
Ja genau misst einmal die Sense direkt am CPU und einmal vor und nach den Spulen.
Man sieht nur überhaupt keine Reaktion der Spulen oder Wandler. Signale liegen alle einfach permanent an.
Der PU1100 misst ja offensichtlich den Strom, der da durch die Spulen fließt, wobei diese als Shuntwiderstände missbraucht werden.
Das ist aber ulkig, weil die Spulen nun alles andere als lineare Widerstände sind. PU1100 wird also die Spannungen vor und hinter der Spule vergleichen und da kluge Dinge herausorakeln; was wahrlich nicht gerade trivial ist, immerhin tobt auf jener Seite der Spule, die vom Schaltregler-IC bedient wird, das blanke Chaos, wohingegen sich auf der Ausgangsseite eine nahezu glatte Gleichspannung einstellt - vom Rest-Ripple abgesehen.
Es wird also nicht leicht sein, dem PU1100 mal künstlich ein Sense-Signal aufzuwingen, das ihn denken lässt, der Wandler würde ordnungsgemäß arbeiten.
Ja sehe ich genau so. Dem Regler zu täuschen wird hier ein Ding der Unmöglichkeit. Man müsste zu viel Signale zeitgleich passend anlegen. Denke dort hat man keine Chance.

Übrigens habe ich Zweifel, ob der Schaltplan korrekt ist. Denn hinter den Spulen PL1200, PL1201, PL1202 sehe ich keine Ladekondensatoren.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es ohne die geht.
Bei drei Schaltwandlern für +VCC_CORE ist jedenfalls davon auszugehen, dass die um 120 Grad phasenverschoben angesteuert werden, damit in den Tastlücken eines Wandlers die jeweils anderen beiden einspringen. Aber ganz ohne Kondensatoren finde ich das trotzdem reichlich gewagt.


Doch diese liegen zwei Seiten weiter unten im Schaltplan (S.67). Sind im Bild deutlich zu sehen auf der Oberseite über der CPU.
Aber ja ohne wird es wohl schwer einen kostante Spannung zu erzeugen.

Leider ist im Schaltplan auch kein Lötjumper hinter den drei Spulen eingezeichnet. Wenn das mit dem Layout übereinstimmt, dann ist es folglich nicht einfach möglich, die Wandler mal testweise von der Last abzuklemmen und entweder im Leerlauf, oder an einem fetten(!) Lastwiderstand zu betreiben.
Ich hätte zwar Idee, wie man die Wandler dennoch testen könnte, aber leider nur sehr sehr aufwändig. :-(
Einfacher dürfte es sein, einfach mal auf "Gut Glück" die drei Wandlerchips auszutauschen.
Nein Brücken sind hier leider wirklich keine. Plan stimmt doch zu 99% bis jetzt. Hatte schon die Idee eine Spule abzuklemmen ... Aber ja Sense leitung kommt ja erst danach....
Hoffen wir mal, dass es lediglich sowas ist und das nicht etwa der PU1100 'ne Macke hat, oder im Bereich von +VCC_CORE was faul ist.
Ja mich wundert es einach nur das der Regler selbst keine Anstallten macht zu reagieren.
An PU1302 sieht man an PIN 7 deutlich ein High-Signal das vom Regler kommt.
Bei allen anderen fehlt dieses Signal aber - Low. Nach Datenblatt wird es aber benötigt.
Und schau doch mal mit dem Oszi, ob die drei PWM-Signale wenigstens ganz kurzzeitig kommen.
Wenn ja, dann wird der PU1100 wohl intakt sein. Das wäre schon mal schön!
Ja werde es mir in der Arbeit nochals kurz anschauen. Mein Oszi weigert sich daheim leider etwas.
Mal hoffen....
Hast Du mal die Indikatoren gebastelt?
Blitzen die kurz auf, wenn Du sie auf die drei Spulen stellst?
Wollte ich mich heute nochmal daran machen.
Vielleicht bringt es den Erfolg ?-( 8-)

Mich wundert nur woher der Regler überhaupt weis welche Spannungen er einstellen soll?
Dieser kommuniziert ja direkt mit der CPU über SPI wenn man sich den Plan anschaut.
Aber wie soll die CPU kommunizieren wenn sie keine Spannung hat?

Für mich dreht sich alles immer im Kreis..... ROTFL

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12

Sonntag, 15. April 2018, 16:49

Habe Spaßhalber einen Intakte Platine erworben bei der nur die RAM-Sockel defekt waren. Dort habe ich den EC ausgelesen mit hilfe eines JTAG-Programmers und dann eben das gleiche Spiel auf defekten Platine.
Echt Respekt!
Welchen JTAG-Programmer hast Du?
Und bitte etwas mehr Erklärungen: Konntest Du den Chip einfach so seriell auslesen, oder muss der Programmer dazu eine passende Konfigurationsdatei laden, für den auszulesenden Chip?
Und musstest Du für diese Aufgabe das Datenblatt des EC zu Rate ziehen, oder kamst Du so zurecht?

Man sieht nur überhaupt keine Reaktion der Spulen oder Wandler. Signale liegen alle einfach permanent an.
Wie hast Du das denn festgestellt? Weiter unten schriebst Du, dass Zuhause Dein Oszi irgendwie nicht will.
Wenn PU1100 intakt ist, dann würde ich erwarten, dass die drei PWM-Signale mindestens ganz kurz kommen.
Dass sie sofort wieder abgeschaltet werden, wenn PU1100 mit den Sense-Signalen unzufrieden ist, wäre natürlich normal, aber er müsste die Wandler ja zumindest mal kurz aktiviert haben, bevor er eine Entscheidung über gut/böse treffen kann.


Doch diese liegen zwei Seiten weiter unten im Schaltplan (S.67). Sind im Bild deutlich zu sehen auf der Oberseite über der CPU.
Bei mir endet der Schaltplan auf Seite 66!?!?
- Hast Du den Plan kastriert, vor dem Upload?
Du kannst inzwischen übrigens auch größere Dateien hochlanden, nur mal am Rande erwähnt.

Aber stimmt, im Bild sind die Kondensmänner zu sehen. Und zwar genau da, wo sie hingehören, nämlich auf kürzest möglichem Weg hinter den Spulen.
Etwas blöd vom Ersteller des Schaltplans, dass er die nicht dort eingezeichnet hat, wo sie hingehören. Mit irgendwelchen Signalen kann man das ja machen, aber die Kondensmänner sind wirklich ein unverzichtbarer Bestandteil eines jeden Buck-Wandlers, wo sogar die räumliche Platzierung sehr wichtig ist. Das sollte in einem vernünftigen Schaltplan auch zur Geltung gebracht werden.


Mich wundert nur woher der Regler überhaupt weis welche Spannungen er einstellen soll?

Dieser kommuniziert ja direkt mit der CPU über SPI wenn man sich den Plan anschaut.

Aber wie soll die CPU kommunizieren wenn sie keine Spannung hat?
Ich denke mal, das macht PU1100.
Der misst den Strom ja nur indirekt, indem er in Wahrheit die Spannungen misst, vor und hinter der Spule.
Hier ist natürlich die Spannung hinter der Spule entscheidend. Anhand dieser wird PU1100 die PWM einstellen.
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

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13

Sonntag, 15. April 2018, 17:45

Echt Respekt!
Welchen JTAG-Programmer hast Du?
Und bitte etwas mehr Erklärungen: Konntest Du den Chip einfach so seriell auslesen, oder muss der Programmer dazu eine passende Konfigurationsdatei laden, für den auszulesenden Chip?
Und musstest Du für diese Aufgabe das Datenblatt des EC zu Rate ziehen, oder kamst Du so zurecht?
Habe dafür einen :



benutzt. Ist natürlich nichts für den Hobbykeller... sprengt den Geldbeutel :-D
Hatten glücklicherweise genau für diesen Chip auch eine Kofigurationsdatei in der Arbeit. Aber ja man braucht hierfür für jeden Chip dann die passende Datei(mehr oder weniger einen elektrischen Schaltplan).
Konnte damit dann auch beispielweise einzelne Pins auf High oder Low setzen. Boundry-Scan ist eben doch etwas tolles. Datenblatt habe ich hierfür erstmal nicht benutzt hatte ja glücklicherweise die Datei.
Gibt meines wissens aber auch erschwingliche kleiner JTAG Programmer. Theoretisch tut es auch ein USB-Blaster für 3€ aus China. Dazu gibt es ein kleines Tool damit kann man auch jede JTAG-Chain lesen -> Wenn die passenden Datei geladen wurde!!!

Bei sollchen Problemen kann man mich aber gerne hier mal kontaktieren. Kann doch auf eine große Auswahl typischer Chips zurückgreifen. 8-)

Wie hast Du das denn festgestellt? Weiter unten schriebst Du, dass Zuhause Dein Oszi irgendwie nicht will.
Wenn PU1100 intakt ist, dann würde ich erwarten, dass die drei PWM-Signale mindestens ganz kurz kommen.
Dass sie sofort wieder abgeschaltet werden, wenn PU1100 mit den Sense-Signalen unzufrieden ist, wäre natürlich normal, aber er müsste die Wandler ja zumindest mal kurz aktiviert haben, bevor er eine Entscheidung über gut/böse treffen kann.
Ich sehe schon ein kurzes Zucken auch beim reseten des Chips. Lüfter gehen aus und wieder an und in diesem Moment zucken die Werte eben auf LOW(rest) und springen dann schalgartig wieder auf die 2,5V Tristate. Dort sieht man dann aber ganz kurz ein Zucken am Oszi und auch am Multimeter. Mich wundert nur wieso es bei zwei Spannungen passiert und bei einer nicht. Wäre schon ein großer Zufall das gleich zwei oder mehrere Buck-Converter einen Schlag haben meiner Meinung nach.
Aber dazu fehlt mir in PC-Schaltungen einfach die Erfahrung.
Bei mir endet der Schaltplan auf Seite 66!?!?
- Hast Du den Plan kastriert, vor dem Upload?
Du kannst inzwischen übrigens auch größere Dateien hochlanden, nur mal am Rande erwähnt.

Aber stimmt, im Bild sind die Kondensmänner zu sehen. Und zwar genau da, wo sie hingehören, nämlich auf kürzest möglichem Weg hinter den Spulen.
Etwas blöd vom Ersteller des Schaltplans, dass er die nicht dort eingezeichnet hat, wo sie hingehören. Mit irgendwelchen Signalen kann man das ja machen, aber die Kondensmänner sind wirklich ein unverzichtbarer Bestandteil eines jeden Buck-Wandlers, wo sogar die räumliche Platzierung sehr wichtig ist. Das sollte in einem vernünftigen Schaltplan auch zur Geltung gebracht werden.
Oh ja ... stimmt
Hatte diese Seiten damals entfernt. Datei war trotzdem noch zu groß.
Ja sind etwas versteckt im Plan aber sie sind vorhanden.
Ich denke mal, das macht PU1100.
Der misst den Strom ja nur indirekt, indem er in Wahrheit die Spannungen misst, vor und hinter der Spule.
Hier ist natürlich die Spannung hinter der Spule entscheidend. Anhand dieser wird PU1100 die PWM einstellen.
Ja die indirekte Strommessung ist schon richtig. Aber ich kann ja theoretisch die VCore Spannung anheben per Programm.
Dieser Befehl kann dann ja nur per SPI an den Regler kommen. Frage ist eben nur ob er einen Standartwert kennt wie 1V der beim booten eingetsellt wird bis die CPU unter Spannung steht.
Wenn nicht frage ich mich schon wie das überhaupt mal funktionierte. Finde leider auch keine Dokumentation zum Regler.

Aber jetzt hab ich mich schon so bemüt jetzt muss ich das auch noch zum laufen bekommen. Aber zu einfach wäre ja auch langweilig ....


Jetzt wollt ich mich ans basteln machen aber natürlich nicht alles vorhanden. :426: Müssen die Indekatoren doch noch warten.

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14

Sonntag, 15. April 2018, 18:27

Hatten glücklicherweise genau für diesen Chip auch eine Kofigurationsdatei in der Arbeit.
Ah, das erklärt natürlich alles!
Ich hatte mal an einem Boundary-Scan-Seminar der Firma Göpel teilgenommen. Hat mir aber effektiv gar nichts gebracht. Die wollen halt ihre nicht gerade billige Hardware verkaufen, aber es blieb für mich völlig rätselhaft, woher man die nötigen Konfigurationsdateien bekommt.
Wenn bei Deinem Programmer schon ein riesiger Batzen fertiger Dateien dabei ist, dann ist dieser Part damit natürlich geklärt.

Da macht mir Dein Posting direkt Mut, mich noch einmal mit der Materie zu beschäftigen!
Bisher verbuchte ich Boundary-Scan immer unter: "nicht praxistauglich für kleine Reparatur-Hütten". Eben weil ich immer dachte, dass nur der Hersteller der Chips/Mainboards diese Dateien haben kann.

Da habe ich echt was gelernt von Dir!


Theoretisch tut es auch ein USB-Blaster für 3€ aus China. Dazu gibt es ein kleines Tool damit kann man auch jede JTAG-Chain lesen -> Wenn die passenden Datei geladen wurde!!!
Wenn man davon ausgehen kann, dass diese Dateien immer gleich, bzw. standardisiert aufgebaut sind, dann ist das echt interessant!
Muss ich mich mal mit beschäftigen.

Ich habe zwar auch schon mal 'nen EC ausgelesenund Bits darin geändert, kann mich aber gar nicht mehr erinnern, wie ich da vorgegangen bin.
War jedenfalls ein ziemlicher Akt. Ich glaube, ich habe damals mein EEPROM-Programmiergerät dafür verwendet, in Verbindung mit einem speziellen Tool. Weil ich aber letztendlich nicht wusste, was die einzelnen Bits für eine Funktion haben und weil ich wildes Probieren für gefährlich hielt, brach ich den Kram schließlich ab.
Da drehte ja auch nur der Lüfter nicht, ansonsten lief das Board. Für den Lüfter wählte ich dann eine pragmatische Bastellösung, die auch ihren Dienst tat.


Ich sehe schon ein kurzes Zucken auch beim reseten des Chips. Lüfter gehen aus und wieder an und in diesem Moment zucken die Werte eben auf LOW(rest) und springen dann schalgartig wieder auf die 2,5V Tristate. Dort sieht man dann aber ganz kurz ein Zucken am Oszi und auch am Multimeter. Mich wundert nur wieso es bei zwei Spannungen passiert und bei einer nicht. Wäre schon ein großer Zufall das gleich zwei oder mehrere Buck-Converter einen Schlag haben meiner Meinung nach.
Moment, redst Du jetzt von zwei der drei Buck-Wandlern für +VCC_CORE?
Oder redest Du von den anderen Wandlern vs. den Wandlern für +VCC_CORE?

Also nochnmal langsam: bei welchen Chips passiert das und bei welchen passiert es nicht?


Ja die indirekte Strommessung ist schon richtig. Aber ich kann ja theoretisch die VCore Spannung anheben per Programm.
Dieser Befehl kann dann ja nur per SPI an den Regler kommen. Frage ist eben nur ob er einen Standartwert kennt wie 1V der beim booten eingetsellt wird bis die CPU unter Spannung steht.
Nee, nix SPI. Der Buck-Chip hat gar kein SPI.
Der hat nur die drei Steuer-Eingänge PWM, SMOD und Enable.
Die Spannungseinstellung wird schon per PWM geschehen, gesteuert vom PU1100, in Abhängigkeit von den Sense-Signalen.


Finde leider auch keine Dokumentation zum Regler.
Das gibt es hier:
http://www.aosmd.com/res/data_sheets/AOZ5019QI.pdf

Der Trick beim Aufspüren von Datenblättern ist der, dass man nicht nach der vollen Bezeichnung sucht, sondern die letzten (manchmal auch ersten) Zeichen weg lässt.

Ich hatte per Startpage.com mit diesem Suchbegriff auf Anhieb Erfolg:
AOZ5019QI filetype:pdf
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15

Sonntag, 15. April 2018, 22:15

Habe mal nach solchen JTAG-Geräten Ausschau gehalten.
Folgende drei kamen in die engere Wahl:

1) https://www.ebay.de/itm/272220427911
47,59 EUR. Nicht radikal billig, aber im Angebot ist immerhin das hier verlinkt:
https://www.waveshare.com/wiki/Platform_Cable_USB

2) https://www.ebay.de/itm/311398413289
11,49 EUR. Spannungen von 2 bis 6 Volt. Gut: Bilder vom Innenleben.

3) https://www.ebay.de/itm/292352874979
Sagenhaft billige 3,59 EUR. Angeblich voll kompatibel zum Altera USB-Blaster. Spannungen von 1 bis 5,5V.

In allen drei Fällen mangelt es aber irgendwie an der Software. Und das ist genau der Punkt, wo ich schon immer "hing".
Was nützt mir ein Gerät, wenn ich keine Software habe, um den gewünschten Chip auslesen zu können?

Beim ersten Produkt, zu 47,59 EUR, ist immerhin die XILINX-Software verlinkt.
Aber ob man damit auch Embedded Controller auslesen kann, sofern man noch irgendwoher die richtige Konfigurationsdatei aufgestöbert kriegt, steht doch wieder in den Sternen. Wirkt ja alles sehr auf XILINX maßgeschneidert.

Irgendwie fehlt mir da überall noch dieses Gefühl, dass ich mit dem Kauf auch tatsächlich einen realen Nutzen habe, ohne mich erst wochenlang durch dutzende Foren quälen zu müssen, um irgendwelche Frickellösungen zum Selbstcompilieren von GitHub zusammenzuklauben, die dann bei mir doch wieder nicht unter XP laufen, es sei denn, man modifiziert per Hexeditor hier & da & dort dies & das und ...
- Solche Aktionen hatte ich jedenfalls schon mehrfach und da habe ich so richtig keine Lust mehr drauf! :-(


Also wenn mich da mal einer erleuchten könnte, wie man ohne viel Generve und zu vertretbaren Kosten (unter 100,- EUR) gängige Embedded Controller auslesen/testen/programmieren kann, dann wäre ich sehr dankbar!
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16

Sonntag, 15. April 2018, 23:57

Da macht mir Dein Posting direkt Mut, mich noch einmal mit der Materie zu beschäftigen!
Bisher verbuchte ich Boundary-Scan immer unter: "nicht praxistauglich für kleine Reparatur-Hütten". Eben weil ich immer dachte, dass nur der Hersteller der Chips/Mainboards diese Dateien haben kann.

Da habe ich echt was gelernt von Dir!

Nein muss ich dir auch recht geben. Dein Gefühl täuscht dich da nicht. Für eine schnelle Anwedung ist Boundary-Scan sicher nicht!!!
Programmieren dagegen geht relativ problemlos. Wobei natürlich immer die Konfigdatei/ BSDL-Datei nötig ist.

Moment, redst Du jetzt von zwei der drei Buck-Wandlern für +VCC_CORE?
Oder redest Du von den anderen Wandlern vs. den Wandlern für +VCC_CORE?

Also nochnmal langsam: bei welchen Chips passiert das und bei welchen passiert es nicht?
JA war ich etwas undeutlich. Entschuldige.

Nein die 3 Buck-Wandler für VCC_Core arbeiten identisch und bringen keine Spannung.
Die zwei Buck Wandler für VCC_GT arbeiten ebenfalls identisch und bringen keine Spannung.
Nur der Wandler VCC_SA arbeitet einwandfrei und liefer Spannung!!!

Alle 6 Wandler werden aber über einen Regler angesprochen PU1100 ISL95829.
Aber alle diese Spannungen gehen doch in die CPU? Was bedeutet die Bezeichnung GT und SA ? Kann mir gerade nicht darunter vorstellen?!?

Nee, nix SPI. Der Buck-Chip hat gar kein SPI.
Der hat nur die drei Steuer-Eingänge PWM, SMOD und Enable.
Die Spannungseinstellung wird schon per PWM geschehen, gesteuert vom PU1100, in Abhängigkeit von den Sense-Signalen.

Hier meinte ich eben auch den Regler PU1100 dieser hängt über eine Art SPI an der CPU.
Pins 43- 46 am PU1100. Ihr vermutete ich müssten die Signale kommen die die Spannung vorgeben?
Der Regler schaltet dann ein - misst die Spannung nach der Spule und in der CPU und stellt darüber das PWM-Signal für die Buck-Wandler.

So verstehe ich das ganze System und deshalb wundert es mich woher der Regler PU1100 weis auf welche Spannung er regeln soll wenn die CPU noch aus ist. Dort liegt ja nur VCC_SA an mit etwa 1V.

Das gibt es hier:
Habe mal nach solchen JTAG-Geräten Ausschau gehalten.
Folgende drei kamen in die engere Wahl:

1) https://www.ebay.de/itm/272220427911
47,59 EUR. Nicht radikal billig, aber im Angebot ist immerhin das hier verlinkt:
[url]https://www.waveshare.com/wiki/Platform_Cable_USB


2) https://www.ebay.de/itm/311398413289
11,49 EUR. Spannungen von 2 bis 6 Volt. Gut: Bilder vom Innenleben.

3) https://www.ebay.de/itm/292352874979
Sagenhaft billige 3,59 EUR. Angeblich voll kompatibel zum Altera USB-Blaster. Spannungen von 1 bis 5,5V.

In allen drei Fällen mangelt es aber irgendwie an der Software. Und das ist genau der Punkt, wo ich schon immer "hing".
Was nützt mir ein Gerät, wenn ich keine Software habe, um den gewünschten Chip auslesen zu können?

Beim ersten Produkt, zu 47,59 EUR, ist immerhin die XILINX-Software verlinkt.
Aber ob man damit auch Embedded Controller auslesen kann, sofern man noch irgendwoher die richtige Konfigurationsdatei aufgestöbert kriegt, steht doch wieder in den Sternen. Wirkt ja alles sehr auf XILINX maßgeschneidert.

Irgendwie fehlt mir da überall noch dieses Gefühl, dass ich mit dem Kauf auch tatsächlich einen realen Nutzen habe, ohne mich erst wochenlang durch dutzende Foren quälen zu müssen, um irgendwelche Frickellösungen zum Selbstcompilieren von GitHub zusammenzuklauben, die dann bei mir doch wieder nicht unter XP laufen, es sei denn, man modifiziert per Hexeditor hier & da & dort dies & das und ...
- Solche Aktionen hatte ich jedenfalls schon mehrfach und da habe ich so richtig keine Lust mehr drauf! :-(


Also wenn mich da mal einer erleuchten könnte, wie man ohne viel Generve und zu vertretbaren Kosten (unter 100,- EUR) gängige Embedded Controller auslesen/testen/programmieren kann, dann wäre ich sehr dankbar!


Problem ist hier eben wie du schon erkannt hast: Zig unterschiedliche
Programmer und alle funktionieren nur mit ihren eigenen Chips.
XILINX-Programmer nur mit XILINX-Chips und so weiter.
Gibt aber eben
für den USB-Blaster eine Software die dann mehr ansprechen kann. Muss
ich nochmals suchen. Name weis ich gerade nicht mehr.

Sonst bleibt einem im Bereich bis 100€ wohl leider nichts. Wodurch es für Hobby und Co. wie schon gesagt eher ungeeignet ist.

Wurde eben doch dafür erfunden um FBGAS und Co in der Flachbaugruppe zu testen und anzusteuern. Wofür ich es auch auf der Arbeit nutze und immer wieder begeistert bin :-D


Edit von EDV-Dompteur:
Posting im Quellcode-Modus repariert, durch Verfrachten der folgenden Zeile an die korrekte Position (hinter den Zitat-Abschnitt):

Quellcode

1
[/quote]

17

Dienstag, 1. Mai 2018, 13:52

So wie schon berichtet : Mainboard startet wieder ROTFL

Es lag wirklich an den Signalen die am Regler PU1100 anlagen.
Wie vermutet hat der Regler vorprogrammierte Spannungen für den Systemsatrt. Daran lag es also schon einmal nicht.
Alle Signale die für den Start des Regler benötigt wurden lagen ebenfalls an. Konnte ich also auch ignorieren.
Konnte dann zum Glück noch ein passendes Datenblatt finden indem gut zu erkennen war das selbst bei einem Kurzschluss nach den Wandlern der Regler doch "relativ" lange brauchen würde um diese wieder abzuschalten. Also sollte problemlos messbar sein mit einem Oszi. Gesagt getan.... Keine PWM-Signale vom Regler zum Wandler. Was auch erklärt wieso einer der Wandler funktioniert und die anderen nicht. Ein Wandler erzeugt eine Standby-Spannung für die CPU. Daraufhin müsste sich die CPU beim EC, Chipsatz, Laderegler so wie PU1100 melden. Nur genau auf diesem Signal bekam ich keine Änderung beim Einschalten. Das Signal sagt den Regler PU1100 das genug Leistung für die CPU zu verfügung steht.... oder ob er auschalten oder die Leistung verringern soll.

Also ging ich hier auf die Fehlersuche: Glücklicherweise waren vor jedem Chip auf diesem Signal ein Widerstand verbaut. Diese entfernte ich Stück für Stück und konnte somit feststellen: Widerstand der vor dem Chipsatz liegt entfernt und siehe da: Ich konnte wieder eine Spannung auf diesem Signal messen. 3V standen sauber an.

Nun lag nahe der Chipsatz ist defekt und zieht das Signal auf Masse.
Glücklicherweise hatte ich ja noch ein anderes defektes Mainboard. Dort lies ich auf der Arbeit die Chipsätze tauschen. Entlöten, reballing, einlöten.

Mit wenig Hoffnung dann ein neuer Versuch 8-D 8-D und was soll ich sagen: Er startete als wäre nie etwas gewesen.
Musste dann nur noch die ME Region im Bios löschen und alles funktionierte wie am ersten Tag.

:189:

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18

Dienstag, 1. Mai 2018, 19:59

Na, herzlichen Glühstrumpf! :190:

Das war schon eine echte Hardcore-Reparatur, die ich persönlich gar nicht mehr durchgezogen hätte. Daher: RESPEKT! :034:
Ab der Notwendigkeit für ein BGA-Reballing erkläre ich ein Mainboard immer zum Totalschaden.
Hoffen wir mal, dass die Reparatur bei Dir dauerhaft funzt, ich bin da nämlich gebranntes Kind, was BGAs betrifft.


Übrigens habe ich zwischenzeitlich doch noch ein JTAG-Gerät in der Preisklasse bis 100,- Tacken gefunden!
Ist das Projekt eines Russen (die Jungs da sind echt fit in Sachen MB-Reparatur, man muss sich wundern!) und per eBay aus der Ukrainie zu beziehen - oder (vermutlich als Plagiat) aus Hongkong, zum ungefähr gleichen Preis.

Ich schreibe die Tage mal was dazu, hier erstmal nur der Link:

https://ascnb1.ru/forma1/viewtopic.php?f=70&t=89694

Ausgerechnet Deinen EC unterstützt das Gerät derzeit aber noch nicht, mangels passender Config-Datei.
Davon mal abgesehen, macht das Gerät einen RICHTIG guten Eindruck!
Die Programmierung eines ECs erfolgt über eine der diversen, beiligenden Folienleitungen, die dazu in den Tastaturanschluss auf dem MB eingesteckt wird.
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

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