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26

Donnerstag, 29. Juni 2017, 00:46


Wie kommst Du darauf, dass der EC in Reihe zu einem Kondensator + Transistor liegt?
.


Wenn irgendwo ein Kurzschluss ist, dann gibt es einen Pfad, auf dem mehr Strom fließt als üblich. Alle Bauteile und Leiterbahnen in diesem Pfad erwärmen sich dadurch stärker als normal. Und Christian hat ja die Bauteile eingekreist, die warm werden. Die müssten also alle iwie in Reihe liegen oder so... ist ehrlich gesagt nur ne Vermutung. Nichts handfestes.

Bei meinem Asus N53S Mainboard war die Reihenfolge so: 19V -> 5V LDO -> 3,3V LDO -> EC CHip läuft an -> EC Chip enabled nacheinander die Spannungsregler

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27

Donnerstag, 29. Juni 2017, 01:31

Und Christian hat ja die Bauteile eingekreist, die warm werden.
Ach so, das hatte ich gar nicht geschnallt.
Also wenn da tatsächlich ein Kerko warm wird, dann sollte Christian den aber dringend auf Kurzschluss überprüfen!

Es kann natürlich sein, dass der Kerko nur indirekt erwärmt wird, über die Kupferflächen, die ihrerseits anderweitig erwärmt werden (der berühmte Thermo-Lack könnte das ruckzuck klären und die wahren Hot-Spots überführen!). Aber so ein Kondensator ist ja mit dem Durchgangsprüfer schnell getestet, diese geringe Mühe lohnt!
Falls dort ein Kurzschluss vorliegen sollte, oder auch nur Unklarheit besteht, dann halt auslöten und außerhalb der Schaltung testen.
Nur wenn dort definitiv kein "Kurzer" vorliegt, kann der Kerko ruhigen Gewissens in der Schaltung verbleiben.

Übrigens hasse ich es ja, dass Asus so gerne am Bestückungsaufdruck spart!
Wenn das kein bloßer Pufferkondensator ist (scheint so), sondern wenn der z. B. eine Zeitfunktion realisiert, dann muss da im Falle eines Austausches wieder der gleiche Wert rein ...
- Dann viel Spaß, ohne Schaltplan und ohne Bestückungs-Aufdruck!
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28

Donnerstag, 29. Juni 2017, 18:27

Ich hatte doch neulich Bilder gepostet, von Lötjumpern hinter dem Schaltwandler. Kannst Du die Jumper mal bitte absaugen, um den Wandler definitiv im Leerlauf zu betreiben?
- Es kann sein, dass Du dem Wandler dazu entsprechende Enable-Signale manuell unterjubeln musst.
Habe die beiden Jumper abgelötet.Wir ist aufgefallen das der Rt Spannungswandler nach Sekunden richtig am Kochen ist! Dachte die Bauteile wie der EC und Ldo bleiden nach dem auslöten der Jumper kalt aber dem ist nicht so.

Ich komme nicht so richtig mit der Reparatur voran und dachte ich Bestelle mir einen neuen EC.Löte den alten aus und schaue ob das Gerät wieder arbeitet.Nach Suche im Inet hat dieser EC keine Software gespeichert.Finde auch keine Dump Dateien dazu.

http://www.ebay.de/itm/2-Unidad-IT8517E-…353.m1438.l2649

29

Donnerstag, 29. Juni 2017, 18:38

Bei meinem Asus N53S Mainboard war die Reihenfolge so: 19V -> 5V LDO -> 3,3V LDO -> EC CHip läuft an -> EC Chip enabled nacheinander die Spannungsregler
Das sollte bei meinem Gerät gleich sein.19V kommen am Rt an, dann weiter zum Ldo usw.Aber ohne Plan ist das alles mist.Es gibt für das Model nur ein Mainboardview und eine kleine Rep. Anleitung mit 5 Seiten.Sonst ist nichts zu bekommen.

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30

Donnerstag, 29. Juni 2017, 20:05

Vorweg: Rechtschreibung ... :193:

Wir ist aufgefallen das der Rt Spannungswandler nach Sekunden richtig am Kochen ist!
War das vor dem Auslöten der Jumper auch so?

- Falls ja: Warum ist Dir das vorher nicht aufgefallen? Der "Fingertest" ist doch wohl der erste Test, den man durchführt; noch bevor man überhaupt eine Messspitze in die Hand nimmt!

- Falls nein: Dann stimmt was nicht! Dann hast Du nicht die richtigen Jumer erwischt.
Die richtigen Jumper sitzen jeweils hinter der Spule. Also an jenem Spulenanschluss, der nicht mit den beiden MOSFETs verbunden ist.
Du darfst natürlich nicht Masse abklemmen, falls GND ebenfalls gejumpert sein sollte ...
Und Du darfst auch keinen sonstigen Jumper auslöten, von dem Du nicht weißt, was er tut.

Bedenke: Ich habe das Mainboard nicht vor der Nase! Ich fand neulich nur dieses undeutliche Bild im Netz, auf dem ich diverse Lötjumper erspähen konnte. Doch weder weiß ich 100%ig, ob das Bild wirklich zu Deinem MB passt, noch kann ich 100%ig sicher sein, die richtigen Juper markiert zu haben, denn dazu ist das Bild zu schlecht.
Zwar glaube ich, die richtigen Jumper markiert zu haben, aber im Zweifelsfall musst Du selbst zum Durchgangsprüfer greifen (bzw. die Leiterbahnen verfolgen), um das zu überprüfen.


Spannungswandler-ICs gehen übrigens recht häufig kaputt. Aber wenn der (unabhängig von den Jumpern) heiß wird, und Dir das zuvor nicht aufgefallen ist, dann bin ich echt fassungslos!


Suche im Inet hat dieser EC keine Software gespeichert.
Scheint tatsächlich so zu sein!
Da hast Du dann aber echt Schwein gehabt, wenn dem so ist!


Es gibt für das Model nur ein Mainboardview und eine kleine Rep. Anleitung mit 5 Seiten.
Ich frage mich, warum die diese Sachen noch nicht in einer Hide-Box verlinkt hast?

Eine Hide-Box (also "versteckter Text") erspart mir als Betreiber die nervige Auseinandersetzung mit googelnden Abmahn-Anwälten, die das Internet filzen, in der Absicht, sich über gefundene "Copyright-Verletzungen" künstlich entrüsten zu können. Solche Ärsche würden bei mir zwar sowieso auf das Granit ihres Lebens beißen, aber man muss ihnen ja auch keinen Honeypot hinstellen.
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31

Samstag, 1. Juli 2017, 20:30

Solange das MB nicht eingeschaltet ist, fließt nur ein winziger Strom von wenigen Milliampere ins MB - jedenfalls wenn dort alles intakt ist.
Bei einem defekten EC (Embedded Controller) würde im noch uneingeschalteten Zustand ein viel höherer Strom fließen, was verräterisch wäre.
Heute ist mein Labornetzteil angekommen :-) Zeigt 0,2 Ampere Stromverbrauch im nicht eingeschalteten Zustand an.
Ich frage mich, warum die diese Sachen noch nicht in einer Hide-Box verlinkt hast?
Hier für das Gerät ein repair guide.



Versteckter Text Versteckter Text

Dieser Text wurde vom Autor versteckt.




- Falls nein: Dann stimmt was nicht! Dann hast Du nicht die richtigen Jumer erwischt.
Die richtigen Jumper sitzen jeweils hinter der Spule. Also an jenem Spulenanschluss, der nicht mit den beiden MOSFETs verbunden ist.
Du darfst natürlich nicht Masse abklemmen, falls GND ebenfalls gejumpert sein sollte ...
Und Du darfst auch keinen sonstigen Jumper auslöten, von dem Du nicht weißt, was er tut.


Es sind die richtigen zwei jumper die auch an jeder der Spulen sitzen. Für GND gibt es keinen Jumper dort, nur noch einen für 19V Spannung.

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32

Samstag, 1. Juli 2017, 23:24

0,2 Ampere Stromverbrauch im nicht eingeschalteten Zustand an.
Das ist viel zu viel.

Irgendwo "leakt" da was.
  • Entweder ist der Battery-Controller defekt.
  • Oder einer seiner externen MOSFETs.
  • Oder sonst was, das an 19V hängt, ist nicht dicht.

Hast Du mal den Thermo-Nagellack bestellt, um den Hotspot zu finden?
Hier, Lieferung aus Deutschland, also schnell da (dafür mit 5,98 EUR nicht ultimativ preisgünstig):
http://www.ebay.de/itm/262898551392

- Die Ausführung 5032 hat schön hohen Kontrast und enthält keine störenden Metallpartikel.
Wenn Du einen weißen Papieraufkleber auf die zu untersuchende Stelle der Platine klebst, dann kannst Du den einpinseln und Dir somit die anschließende Reinigung ersparen. Der Lack aus meiner letzten Bestellung ging nämlich unangenehm schwer wieder ab; der Hersteller mus da was geändert haben.


Was Du bis dahin machen kannst:
Löte doch mal die Schaltwandler-MOSFETs vom Battery-Controller raus, also vom dem Chip, der auch die beiden Eingangs-MOSFETs ansteuert. Aber um die Eingangs-MOSFETs geht es jetzt nicht, sondern um jene MOSFETs, die die Spule bedienen.Denn vielleicht leakt da einer.

Ist der hohe Eingangsstrom dann weg?
Wenn nicht, dann Krieg! Dann löte den Battery-Controller aus! Denn vieleicht ist der im Dutt.
Eventuell sind die Gates der Eingangs-MOSFETs dann ungeschützt, also achte auf das Vermeiden von Elektrostatik!
Je nachdem, ob die Eingangs-MOSFETs P-Kanal oder N-Kanal-Typen sind, kannst Du die beiden nun per passendem, extern zugeführtem Signal sperren, bzw. durchschalten. Schaue aber vorher ins Datenblatt der MOSFETs, damit Du keinen Mist baust und die Gates nicht kaputt machst!

Es wird mir jetzt zu viel, alle Möglichkeiten zu beschreiben, was alles sein könnte und was daraus folgt. Mach einfach mal und poste die Ergebnisse!
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33

Sonntag, 2. Juli 2017, 11:17

Irgendwo "leakt" da was.

Entweder ist der Battery-Controller defekt.
Oder einer seiner externen MOSFETs.
Oder sonst was, das an 19V hängt, ist nicht dicht.
Meine Meinung wäre jetzt, Entweder hat der EC Chip oder der Rt8206 einen defekt.Ich habe den einen Jumper vor dem Rt8206 ausgelötet und der hohe Stromverbrauch verschwand.Der Jumper der den unteren Bereich mit Strom versorgt meine ich.

Habe mir einen EC Chip bestellt und werde diesen Austauschen.


Es wird mir jetzt zu viel, alle Möglichkeiten zu beschreiben, was alles sein könnte und was daraus folgt. Mach einfach mal und poste die Ergebnisse!

Wollte mich ganz Herzlich bei deiner Hilfe und die von Battery bedanken!So eine ausführliche Hilfe und Nerven ;-) bekommt man sonst nirgends.

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34

Sonntag, 2. Juli 2017, 14:00

Ich habe den einen Jumper vor dem Rt8206 ausgelötet und der hohe Stromverbrauch verschwand.Der Jumper der den unteren Bereich mit Strom versorgt meine ich.
Sehr gut, dann mal den Jumper wieder rein und statt dessen den Upper-MOSFET der 3,3V-Schaltstufe raus.
Bitte das Ergebnis posten!
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35

Montag, 3. Juli 2017, 17:26

Sehr gut, dann mal den Jumper wieder rein und statt dessen den Upper-MOSFET der 3,3V-Schaltstufe raus.
Bitte das Ergebnis posten!
Wenn der LDO ausgelötet wird ist auch der hohe Stromverbrauch weg und alle Bauteile sind kalt.Der EC Chip wird also vom Strom durch den LDO isoliert und es fliest kein Strom mehr nach dort.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »christian82« (3. Juli 2017, 18:41)


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36

Montag, 3. Juli 2017, 21:48

Nicht zwangsweise, denn wenn der LDO erst den Schaltregler enabelt und einer der MOSFETs vom Schaltregler 'ne Macke haben sollte, oder wenn dahinter etwas nicht in Ordnung ist, dann wäre das ebenfalls der Fall.

Darum brate den LDO mal bitte wieder ein und löte statt dessen den Upper-MOSFET vom 3,3V Schaltregler aus.
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37

Dienstag, 4. Juli 2017, 17:05

Darum brate den LDO mal bitte wieder ein und löte statt dessen den Upper-MOSFET vom 3,3V Schaltregler aus.
Ok,LDO ist wieder drin und ich habe den Upper-MOSFET ausgelötet.Ich hoffe ich habe den richtigen erwischt.Stromverbrauch ist wieder hoch.

»christian82« hat folgendes Bild angehängt:
  • Asus 60NB0150 ob.jpg

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38

Dienstag, 4. Juli 2017, 18:14

Ob es der richtige MOSFET war, kannst Du doch einfach mit dem Durchgangsprüfer feststellen.
Der Upper-MOSFET hat Kontakt zur 19V-Rail (hinter dem zweiten Eingangs-MOSFET).
Der untere MOSFET hingegen, ist mit GND verbunden.

Falls Du unsicher bist, ob der MOSFET zum 3,3V-Wandler gehört, oder zum 5V-Wandler: Löte einfach noch den UPPER-MOSFET vom anderen Wandler aus

Wenn der EC dann noch heiß wird, dann wird der Strom, der das bewirkt wirklich vom LDO kommen.
Und wenn der LDO nicht gerade Überspannung liefert, dann ist der EC im Eimer!

Falls auch der Battery-Controller dann noch heiß werden sollte, so ist auch dieser im Eimer!

Falls das der Fall sein sollte, würde ich an Deiner Stelle folgende Bauteile austauschen:
- Den EC
- Den Battery-Controller
- Alle vier MOSFETs am Battery-Controller.

Es wäre schlicht einfacher, gleich so radikal vorzugehen, als noch länger (und mit ungenügender Ausrüstung) nach dem wahren Schuldigen zu suchen.

Der wahre Hardcore-Job wird der Austausch des ECs sein.
Der zweitschwierigste Job ist der Austausch des Battery-Controllers.
Aber wenn Du den ersetzt, dann kannst Du in diesem Abwasch die vier MOSFETs gleich mit tauschen; das ist ja ein Lacher, gegenüber dem Rest!

Es wäre einfach zu schade, wenn Du aufwändig die ICs tauschst und diese dann gleich wieder abfackeln, bloß weil womöglich einer der MOSFETs defekt ist.
Um die MOSFETs per Komponententester anständig durchprüfen zu können, müssen die sowieso ausgelötet werden.
Statt da immer & immer wieder mit Hitze an diesen Schaltungsteil heran zu gehen, mache lieber den radikalen Schritt, alles zu tauschen, was faul sein könnte.
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39

Freitag, 7. Juli 2017, 21:56

Falls Du unsicher bist, ob der MOSFET zum 3,3V-Wandler gehört, oder zum 5V-Wandler: Löte einfach noch den UPPER-MOSFET vom anderen Wandler aus
Das habe ich getan aber keine Veränderung.
Falls auch der Battery-Controller dann noch heiß werden sollte, so ist auch dieser im Eimer!
Nein der ist kalt.

Der wahre Hardcore-Job wird der Austausch des ECs sein.
Oh ja das war nicht so leicht mit dem Ec.Den habe ich ausgetauscht und der Stromverbrauch ist immer noch hoch. :'-( Am EC Chip Messe ich aber jetzt VCC zu GND über 7.000Kohm.Vorher war dort ja fast nichts zu messen.Was ich noch machen könnte ist den Rt Wandler austauschen sonst hätte ich keine Idee.So langsam kommt Frust bei mir auf das ich immernoch kein Erfolgserlebnis hatte. :-S

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40

Samstag, 8. Juli 2017, 00:26

Ich frage lieber nach, ob ich Deine Aktionen korrekt verstanden habe:

Du hast also beide Upper-MOSFETs des Battery-Controllers ausgelötet, dennoch wurde der (alte) EC heiß. Korrekt?

Hast Du anschließend die MOSFETs wieder eingelötet, oder sind die noch draußen?

Du hast zwar geschrieben, dass der Stromverbrauch auch nach dem Austausch des ECs noch immer hoch ist, aber Du hast nicht verraten, ob es nach wie vor der EC ist, der heiß wird. Also: Wird der EC noch immer heiß?

Bezüglich der Widerstands-Messerei am EC melde ich übrigens sowieso starke Bedenken an. Es ist fast nutzlos, an einem komplexen CMOS-IC im (vermeintlich) spannungslosen Zustand herum zu messen, weil womöglich intern noch vorhandenen Ladungsreste dort froh und fröhlich interne MOSFETs statisch durchsteuern, oder sperren können. Das kann mal solche, mal solche Auswirkungen haben, je nachdem, welcher statische Zustand sich zuletzt eingestellt hatte.
Nur wenn sorgsam alle Ladungsreste abgebaut wurden, kann man Vergleiche anstellen, aber sehr aussagekräftig ist die Messung nicht - es sei denn, man detektiert einen klaren Kurzschluss.

Interessant wäre gewesen, ob bei ausgelötetem EC die 3,3V vom LDO ordnungsgemäß vorhanden sind. Und ob der LDO kalt bleibt, ohne dem EC.
Wenn der LDO auch ohne EC heiß wird, dann hängt da noch etwas dran, was Strom zieht.

In Posting 28 schriebst Du, dass der "Rt Spannungswandler" (also doch wohl der Battery Controller) "richtig am Kochen" ist.
Jetzt schreibst Du aber, dass er kalt bleibt ...
Was hast Du denn gemacht, zwischen diesen beiden Zuständen?
Irgend etwas musst Du ja getan haben, dass er nun kalt bleibt. War das ausschließlich der Austausch des ECs?
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41

Dienstag, 11. Juli 2017, 19:02

Du hast zwar geschrieben, dass der Stromverbrauch auch nach dem Austausch des ECs noch immer hoch ist, aber Du hast nicht verraten, ob es nach wie vor der EC ist, der heiß wird. Also: Wird der EC noch immer heiß?
Nein der neue EC ist nicht mehr heiß. Der Batterie Controller blieb aber heiß. Habe diesen auch ausgelötet und erneuert. Jetzt ist zwar der Stromverbrauch weg aber der neue Controller arbeitet nicht. Möglich das ich den beim Einlöten kaputt gemacht habe.Wo ich die Arbeits-Temperatur nur auf 280Grad eingestellt hatte. Auf der Station natürlich höher.


Ich habe das Mainboard erstmal zur Seite gelegt. Mir fehlt gerade die Lust dort weiter den Fehler zu suchen. Ich hätte aber noch eine Frage zu einem Erstatzteil. Ein Bekannter sucht eine Mosfet N-Kanal.

https://www.infineon.com/dgdl/irf8707pbf…153560d57f81d6b

Nun habe ich einige alte Mainboards mit solchen Bauteilen.Frage ist nur würde diese hier gehen als Ersatz?


http://www.mouser.com/ds/2/149/FDS8884-1008478.pdf

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42

Mittwoch, 12. Juli 2017, 00:50

Möglich das ich den beim Einlöten kaputt gemacht habe.Wo ich die Arbeits-Temperatur nur auf 280Grad eingestellt hatte. Auf der Station natürlich höher.
SMD-Heißluftstationen taugen auf Mainboards nicht gut für großflächige Bauteile, die an Masse angeschlossen sind. Es sei denn, man sorgt für Unterwärme.
Besser geht es mit der Heißluftpistole. Da wird der Multilayer wirklich satt, aber schön dezent duchgewärmt.
Verwendet man die SMD-Station, ohne Unterwärme, dann muss man eine eigentlich unnötig hohe Temperatur einstellen, um die Lötstellen unter dem Chip überhaupt verflüssigen zu können, weil die Masseflächen so viel Wärmeenergie ableiten.
Da muss die ganze Hitze schließlich erst durch den empfindlichen Chip hindurch, bis sie an den Lötstellen ankommt, aber die Kupferflächen ziehen die Wärmeenergie, die dort letztendlich ankommt, fröhlich weg ...

Die vergleichsweise zarte SMD-Station ist in solchen Fällen also eine schlimmere Tortur für die Bauteile, als die vermeintlich grobschlächtige Heißluftpistole.
Die Heißluftpistole gibt so viel WärmeMENGE, dass die Kupferflächen keine Chance haben, das abzuleiten.

Ohne Unterwärme, und wenn keine fette Heißluftpistole zur Verfügung steht, sondern nur die zarte SMD-Station, hilft auch Geduld. Einfach mit möglichst breiter Spitze aus etwas größerem Abstand laaange drauf halten, damit die Hitze wirklich "einwirken" kann. Der Abstand soll dabei so groß sein, dass sich Lot auf der Oberfläche gerade noch nicht verflüssigt. Erst nach etwa zwei Minuten, wenn alles hinreichend durchgewärmt ist, mit der Spitze tiefer gehen, um die Löttemperatur zu erreichen.

Etwas aufpassen muss man mit Becherelkos in der Nähe. Die leiden unter der Hitzeeinwirkung.
Und unbedingt die BIOS-Batterie entfernen! Die Dinger können böse explodieren!


Ein Bekannter sucht eine Mosfet N-Kanal.
Wenn es sich um einen der beiden Eingangs-MOSFETs handelt, gleich nach der Buchse, dann taugt so ziemlich jeder MOSFET mit identischem Footprint und gleicher Innenschaltung.
Kritischer muss man seine Wahl treffen, wenn es um einen der Schaltwandler-MOSFETs geht.
In dem Fall sollten neben der Innenschaltung und passender Spannungsfestigkeit (typischerweise 30V) alle relevanten Daten weitgehend übereinstimmen, bis hin zur Gate-Kapazität. Da muss man sich halt durch das Datenblatt beißen und vergleichen ...

Es ist ein Jammer, dass die Website von Farnell schon seit Wochen nicht mehr anständig funzt. Dort konnte man früher sehr bequem Vergleichstypen finden.

Aber warum überhaupt langwierig einen Vergleichstyp suchen, wenn man auch das Original direkt aus Deutschland bestellen kann?
http://www.ebay.de/itm/132105175192

Die Portokosten sind zwar happig, aber wenn Du bedenkst, wie lange man recherchieren, Datenblätter vergleichen und auf alten Bords herumlöten muss, um einen geeigneten Ersatztypen irgendwo auszulöten, dann relativiert sich das nicht nur, sondern dann ist es einfach nur vernünftig, das Teil als Neuware zu erwerben.
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